Leserbriefe

Elke Habel, Grenzach-Wyhlen

Von Elke Habel & Grenzach-Wyhlen

Fr, 29. Mai 2015

Grenzach-Wyhlen

LAGUNE
Die Zukunft liegt im Wohnen
Leserbrief zu "Die Lagune ist aktueller denn je" aus der Badischen Zeitung vom 23. Mai:
Unsere Gemeinde hat laut Bürgermeister Dr. Benz "in diesem Jahr zum ersten Mal höhere Einnahmen aus der Einkommensteuer als aus der Gewerbesteuer." Die Zukunft Grenzach-Wyhlens liegt also eindeutig auf dem Schwerpunkt "Wohnen." Die Lagune-Pläne von Gérard Benone weisen in die richtige Richtung, während eine Ansiedlung des Sondermüllentsorgers Zimmermann die Zukunft Grenzach-Wyhlens zunichte machen würde. Käme sie zum Zuge, wäre es mit der Attraktivität unserer Gemeinde, die derzeit boomt ohne Ende, schnell vorbei. Wer würde denn schon in einen Ort ziehen wollen, der den Ruf hat, Sondermülldrehscheibe Europas zu sein? Die BASF hat in den vergangenen Jahren in Grenzach-Wyhlen gutes Geld verdient – dafür waren und sind die hiesigen Arbeitskräfte gut genug. Warum gibt dieser weltweit größte Chemiekonzern nicht etwas davon an die Bevölkerung zurück? Warum unterstützt sie unsere Gemeinde nicht auf ihrem Weg in eine positive Zukunft, indem sie auf eine Ansiedlung der Firma Zimmermann verzichtet?Elke Habel, Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN
BASF sollte auf die Ansiedlung verzichten
Zum Artikel "Die Chemie will weiter mitmischen" über den Bebauungsplan Rheinvorland West erreichte uns dieser Leserbrief:
Die Größe des BASF Areals öffnet der Firma Zimmermann Tür und Tor mit all den damit verbundenen negativen Folgen. Aufgrund der Größe des BASF Areals ist eine zig-fache Vergrößerung der Firma Zimmermann jederzeit möglich. Die Auswirkungen für Grenzach-Wyhlen sind nicht abschätzbar: Noch mehr Luftschadstoffe, noch mehr Lkw und noch mehr Sondermüll in der Gemeinde wären die Folge. Warnendes und mahnendes Beispiel ist und bleibt die leidende Bevölkerung am Zimmermann-Hauptsitz in Gütersloh.Man muss sich vor Augen führen, dass das Geschäftsmodell der Firma darauf beruht, möglichst viel Sondermüll zu "entsorgen". Entsorgen heißt hier, dass der Sondermüll erst quer durch Europa hierher "gekarrt", durch chemische Prozesse aufbereitet und dann wieder weggekarrt und teilweise auf einer Sondermülldeponie endgelagert wird.

Sollte sich die BASF weiter für die Zimmermann-Ansiedlung einsetzen, wird sich dieser negativen Entwicklung für unseren Wohnort niemand mehr entgegenstellen und dies verhindern können. Grenzach-Wyhlen wird dann definitiv an Attraktivität als Wohnort verlieren und das ausgerechnet jetzt, da die Einnahmen der Einkommenssteuer diejenigen der Gewerbesteuer – gemäß Bürgermeister Dr. Benz – mittlerweile übertreffen.

Das Management der BASF sollte zu ihrer – von ihr selbst genannten - gesellschaftlichen Verpflichtung in puncto Nachhaltigkeit und Verantwortung für künftige Generationen stehen, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter erhalten und auf eine Ansiedlung verzichten. Grenzach-Wyhlen ist unsere Heimat und diese gilt es zu bewahren. Sie darf nicht für 15 Arbeitsplätze durch Zimmermann geopfert werden!