Leserbriefe

Willi Halfter, Grenzach-Wyhlen

Von Willi Halfter & Grenzach-Wyhlen

Mi, 30. Januar 2013

Grenzach-Wyhlen

ZIMMERMANN
Wenig Arbeitsplätze, mehr Lastwagen
Zur Diskussion um die Ansiedlung der Entsorgungsfirma Zimmermann
Bitte keine Chemie-Müllverwurstung in Grenzach-Wyhlen: Grenzach-Wyhlen hat eine lange Vergangenheit mit Chemieabfällen; erst welkte der Salat, dann starben die Kirschbäume, dann war das Wasser versaut. Kiesgruben wurden mit Chemiemüll aufgefüllt und mussten teuer entsorgt werden. Jetzt soll das ganze Drama wieder von vorne anfangen. Es langt!

Der Name Zimmermann taucht bei einer geplatzten Chemiabfallbeseitigung in Singen auf. Es ist sicherlich von Interresse hier mehr Informationen zu sammeln und die Singener zu befragen.

Das Konzept Chemiemüll durch die Lande zu fahren ist falsch. Der Müll muss am Ort der Entstehung entsorgt werden, und durch die Firma, die ihn erzeugt hat. Aus gutem Grunde hat die Bundesregierung beschlossen, den eigenen radioaktiven Abfall nicht zu exportieren.

BASF/Ciba/Geigy/Novartis haben sich in Grenzach goldene Nasen verdient, sie müssen auch den Dreck abräumen, den sie verursacht haben und niemand anderes. Der große Gewinner bei einer Ansiedelung von Zimmermann sind BASF und Novartis, nicht die Grenzacher.
Und dann noch die unsägliche Gewerbesteuer: Laut Bürgermeister wird das Dorf in bittere Armut versinken, wenn die Firma nicht kommt. Das ist reine Angstmache, das Dorf hat vor Zimmermann gelebt und und wird auch ohne die Firma überleben.

In Wyhlen haben wir schon einen Müllbetrieb in Form einer Asphaltverarbeitung: Für eine paar müde Euro Gewerbesteuer, jede Menge brutaler Lastwagenverkehr, Feinstaub und riesige Abfallhaufen, die sich zum Rhein oder in das benachbarte Naturschutzgebiet ausdehnen.
Was kommt für Grenzach-Wyhlen raus, wenn Zimmermann kommt? Wenige Arbeitsplätze, da die Anlage hoch-automatisiert ist. Dafür viel mehr Lastwagen-Verkehr und die nicht wegzudiskutierende Gefahr einer Havarie. Und natürlich ein massiver Verlust an Attraktivität, damit verbunden eine Entwertung unsere Häuser und Grundstücke. Diese Sorge teilen wir mit unseren Nachbargemeinden, wie die Anfragen aus Riehen und Muttenz beweisen. Willi Halfter, Grenzach-Wyhlen