Leserbriefe

Dr. Peter Donath, Grenzach-Wyhlen

Von Dr. Peter Donath & Grenzach-Wyhlen

Di, 09. Dezember 2014

Grenzach-Wyhlen

KEßLERGRUBE
Wo ist hier das Fairplay?
Die Genehmigung der Umspundung des BASF-Teils der Keßlergrube sorgt weiter für Diskussionen.

In der Begegnung um die Tribute von Grenzach-Wyhlen – dem Verlierer winkt ein Kesslergruben-Schuldenschein über 500 Millionen Euro für das Jahr 2050 – steht es nach 15 Minuten 1:0 für die Management Auswahl der BASF (B-Team), die gegen Vertreter der Allgemeinheit (A-Team) antritt. Ein gellendes Pfeifkonzert schallt von den Rängen, denn das Tor ist eigentlich irregulär erzielt. Vorausgegangen war ein böses Foul durch ausgeliehene Akteure, die das B-Team unterstützen. Leider wurde das aber vom Schiedsrichter, gestellt von den Funktionären der Landesregierung, nicht gesehen – seltsam, wo ist hier das Fairplay?

Während im A-Team der Angriff aus Freien Wählern und Grünen schon einen relativ geordneten Eindruck macht, sind Libero, Mittelfeld und Abwehr, bestehend aus FDP, SPD und CDU taktisch noch nicht perfekt eingestellt und erscheinen teilweise gehemmt. Eine große Aufgabe wartet also noch auf den neuen Trainer Benz, der aus der Coachingzone heraus bemüht ist ein Gewinnerteam zu formen. Der 12. Mann mit Pfeifkonzert, Megaphon und Transparent steht jedenfalls ganz auf der Seite des A-Teams, und war schon oft entscheidend. Das sollte auch den gewählten Vertretern der Landesregierung in ihren Logen nicht entgehen. Dr. Peter Donath, Grenzach-Wyhlen

Gutes Ende liegt in weiter Ferne
Überrascht über den Bescheid des Landratsamtes bin ich nicht; eher liegt die Vermutung nahe, dass die Entscheidung bereits vor langer Zeit getroffen wurde. Warum nun das Landratsamt aber einen Sofortvollzug anordnete, obwohl seit Jahrzehnten nichts geschehen ist, entzieht sich jeglicher Logik. Das Bodenschutzgesetz scheint so durchlässig zu sein, wie die Kesslergrube selbst. Und leider scheint der mächtige Konzern BASF nicht in die Pflicht genommen zu werden, nachhaltig zu sanieren. Das Nachsehen haben nun die Bürger, die ohnmächtig zusehen müssen, wie die Grube 'gesichert' werden wird. Leider scheint ein gutes Ende in weite Ferne gerückt zu sein – oder geschehen doch noch Zeichen und Wunder, vielleicht mit Hilfe eines juristischen Messias? Remo Goldoni, Grenzach-Wyhlen