Neues Musical will Grenzen überwinden

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Fr, 21. September 2018

Grenzach-Wyhlen

"Die Drei Musketiere" der LMG-Company soll auch im russischen Twer aufgeführt werden.

GRENZACH-WYHLEN. Einen historischen Stoff, der Emotionen und Dramatik verspricht, hat sich die Musical-Company des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) für ihre neue Produktion vorgenommen. Die Proben für "Die drei Musketiere" haben bereits begonnen, die Leitung haben wie gewohnt Thomas und Ulrike Vogt. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Tobias Benz. Da das neue Musical sowohl ins 50-Jahr-Jubiläum des Gymnasiums fällt, als auch die Musical-Truppe seit 15 Jahren besteht, habe das Projekt einen ganz besonderen Charakter.

Mit dem Musical " Drei Musketiere" habe man ein historisches Stück ausgewählt, das in der Zeit von Ludwig XIII und dem Kirchenfürsten und Staatsmann Kardinal Richelieu spielt. Das Stück sei sehr dramatisch, beinhalte aber auch romantische und lustige Szenen. Und so werde auch mit Degen gefochten, was die Dramatik des Musicals weiter unterstreicht. Eine musikalische Kostprobe gab’s beim Pressegespräch am Dienstag, was sowohl Benz als auch Schulleiter Frank Schührer sichtlich beeindruckte.

Musical-Leiter Thomas Vogt verwies auf rund 50 Darsteller und die verschiedenen Arbeitsgruppen für das Musical-Projekt, die von professionellen Fachleuten gecoacht würden. Darüber hinaus würden im Rahmen des Projekts auch Schüler des LMG im Bereich der Buchhaltung mitarbeiten, die maßgeblich vom Verein zur Förderung von Musik und Theater des LMG ausgeführt wird. Am Musical-Projekt beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klassen.

Dass Kunst und Kultur auch Menschen verbinden kann, zeigt der Vorstoß der LMG-Company Richtung Russland. Man stehe in Kontakt mit einem Gymnasium in Twer, etwa 160 Kilometer von Moskau entfernt. Hintergrund sei die Frage gewesen, was man tun könne, um einen kleinen Keim für den Frieden auszulegen, so Vogt. Geplant ist, das Musical "Drei Musketiere" auch in Russland gemeinsam mit russischen Schülern aufzuführen. Zusagen gebe es bereits. Ein Gegenbesuch der russischen Schüler soll dann auch in Grenzach-Wyhlen erfolgen. Ulrike Vogt meinte dazu, man wolle mit der russischen Schule und den Schülern ausschließlich auf künstlerisch-musikalischer Ebene ins Gespräch kommen, abseits jeglicher Polarisierung.

Seine volle Unterstützung für das Musical-Projekt und die geplanten Kontakte nach Russland versprach Bürgermeister Benz. Er begrüßte die Initiative der LMG-Musical-Company für den Frieden und die Begegnung zwischen den russischen und deutschen Schülern.

Gleichermaßen versprach er, sich auch nach Fördertöpfen umzusehen, um das begrüßenswerte Anliegen auch finanziell zu unterstützen.