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03. August 2015 13:31 Uhr

Budocamp TV Grenzach

"Wie an einem Hotelbuffet"

100 Kampfsportler zeigen beim Budocamp des TV Grenzach, wie vielfältig die japanische Kampfkunst ist.

  1. Der Trainer und erfolgreiche Kampfsportler Andreas Trefzer zeigt den Teilnehmern mit einem Partner Wurftechniken. Foto: Katharina Schiller

GRENZACH-WYHLEN. Das von Andreas Ohnhaus vom TV Grenzach organisierte Budocamp hat am Wochenende die Herzen von Kampfsportfans höher schlagen lassen. Budo, japanisch für "Kriegskunstweg", ist der Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste. Dieser Name war Programm, denn die gesamte Hochrheinhalle war den asiatischen Kampfkünsten gewidmet, sodass rund 100 Teilnehmer trainieren und verschiedene Kampfsportarten ausprobieren konnten.

Budocamp gibt es auch 2016
Andreas Ohnhaus, erfolgreicher Kickboxer und Trainer beim TV Grenzach, erfüllte sich mit dem Budocamp einen Traum, denn zum ersten Mal trafen bei dem Training so viele Sportler verschiedener Kampfsportarten aufeinander. "Das Angebot wird sehr gut angenommen, und man hat einen tollen Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Sportarten und regionalen Vereinen. Jeder kann seine Kampfkunst vorstellen, und man kann alles machen, was Spaß macht. Deshalb wollenBudocampBudo-Camp auch nächstes Jahr wieder veranstalten", sagte Ohnhaus.

Das Angebot konnte sich wirklich sehen lassen: Knapp ein Dutzend Kampfsportarten wurden vorgestellt und luden zum Mitmachen ein. Von Kickboxen, über Karate und Jiu Jitsu bis Mixed Martial Arts war für jeden etwas dabei. Das Angebot richtete sich dabei nicht nur an erfahrene Kampfsportler, sondern auch an Anfänger. Durch Einführungen in Technik und Bewegungsabläufe war so ein schneller Einstieg möglich, und die erlernten Basics konnten gleich am Mann beziehungsweise an der Frau ausprobiert werden.

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Keine Männerdomäne mehr
Denn Kampfsport ist längst keine reine Männerdomäne mehr, auch viele Frauen sind auf den Geschmack gekommen. "Ich habe früher Kickboxen gemacht und trainiere heute Tae Bo. Ich bin zwar Anfängerin in den verschiedenen Kampfsportarten, doch dank der guten Erklärungen lernt man schnell, und es macht großen Spaß. Ich bin auch hier, um Techniken zur Selbstverteidigung zu lernen", sagte Teilnehmerin Janine Stadler.

Erfahrungsaustausch
Die Sportler konnten während des Camps vom reichen Erfahrungsschatz namhafter Trainer profitieren, die Ohnhaus extra eingeladen hatte. Darunter auch Andreas Trefzer, Schweizer Meister im Sanda, einer chinesischen Form des Zweikampfs. Der international erfolgreiche Sportler ist Trainer im Shaolin-Kempo beim TB Wyhlen und freute sich über die Einladung zum Budocamp: "Das Camp ist eine tolle Möglichkeit zum Austausch. An diesem Wochenende ist es wie bei einem Hotelbuffet – man kann sich von jeder Sportart das Beste raussuchen. So bekommt man neuen Input und kann gleichzeitig den anderen seine Kampfkunst vorstellen und näherbringen."

Trefzer betonte die Vorteile, die Kampfsportarten mit sich bringen: Neben der Selbstverteidigung fördert die Kampfkunst das Selbstbewusstsein. Durch sicheres Auftreten können im Ernstfall Konflikte auch verbal gelöst werden, denn dann sei der beste Kampf der, der gar nicht erst ausgefochten wird. Außerdem sind Konzentration und Disziplin wichtige Elemente des Kampfsports, was auch im Alltag von Vorteil ist.

Freundschaftliche Atmosphäre
Doch wer denkt, Kampfsport besteht nur aus ernsten Gesichtern, hat weit gefehlt. Denn der Spaß kam am Trainingswochenende natürlich nicht zu kurz. Zwischen den Sportlern herrschte eine freundschaftliche Atmosphäre und sie gaben sich gegenseitig Tipps, wie beispielsweise ein Wurf über die Hüfte am besten gelingt oder wie man die Stöcke beim Stockkampf optimal hält, um Angriffe abzuwehren. Unter rhythmischen Anfeuerungen gaben die Sportler alles und feierten später den gemeinsamen Erfolg.

Autor: Katharina Schiller