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06. Juni 2014 18:19 Uhr

Innenstadt

Groß-Baustelle Bertoldsbrunnen: Das kommt auf Freiburg zu

Keine Tram, kein Bus, dafür Bagger, Baulärm und ein zweieinhalb Meter hoher Bauzaun: Mit Beginn der Pfingstferien startet eine der größten Baustellen Freiburgs – und das im Herzen der Stadt.

  1. Noch fahren die Trams über die Kreuzung Bertoldsbrunnen. Am 10. Juni ist damit bis Ende Oktober Schluss. Foto: Michael Bamberger

Mehr als 1000 Mal am Tag fahren Trams über die Kreuzung am Bertoldsbrunnen. Sie ist der am stärksten belastete Punkt im Straßenbahnnetz. Teile der Gleisanlage stammen noch aus den 70er-Jahren – kein Wunder häuften sich zuletzt die Weichen- und Zungenbrüche in der City. Das soll sich ändern.

Am 10. Juni startet die Baustelle am Bertoldsbrunnen, der Kaiser-Joseph-, Bertold- und Salzstraße. Viereinhalb Monate lang haben Bauarbeiter und Pflasterer das Szepter in der Hand. 900 Meter Gleis werden verlegt, hinzu kommen zehn neue, tonnenschwere Weichen. Dem Freiburger Kopfsteinpflaster geht es dabei an den Kragen. Die VAG investiert rund 6 Millionen Euro in den neuen Knotenpunkt am Bertoldsbrunnen. Zeitgleich erneuert die Badenova einen unter den Gleisen liegenden Mischwasserkanal, der 1896 errichtet wurde und saniert werden muss. Die reinen Baukosten hierfür liegen bei 1,2 Millionen Euro.

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Was kommt mit diesem Großprojekt auf die Einzelhändler, die Freiburger und die Besucher der Stadt in den kommenden Monaten zu? Insgesamt gliedert sich die Generalsanierung in drei Bauphasen.

Interaktive Grafik: Bauphase I – bis Mitte August
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Die Generalsanierung hat harte Einschnitte zur Folge: Passanten müssen vor allem während der ersten neun Wochen teils erhebliche Umwege auf sich nehmen. An markanten Stellen sollen ihnen 14 Infoscouts – vorerst zwischen 11 und 16 Uhr – weiterhelfen. Die Scouts werden mit roten Kappen und Westen ausgestattet sowie mit einer Tasche inklusive Flyern.

Änderungen wird es auch im Nahverkehr geben: Wochenlang wird keine Straßenbahn, kein Bus fahren. Alle Stadtbahnlinien sind betroffen, sowie die Omnibuslinie 27. Die Baustelle wirkt sich auch auf alle anderen Buslinien der VAG aus – es gilt daher in dieser Zeit ein vollkommen neuer VAG-Fahrplan. Ein Essener Busunternehmen unterstützt in dieser Zeit die Freiburger mit sechs Bussen, da deren Fuhrpark nicht ausreicht. Pendlern und Schülern empfiehlt die VAG, wenn möglich auf die Höllentalbahn umzusteigen – ebenso SC-Fans, die dann vom Bahnhof Littenweiler bis zum Stadion laufen können.

Interaktive Karte: Schienenersatzverkehr: 10. Juni bis Ende Oktober 2014

Nach Ende der ersten Bauphase sollen die Freiburger und auch Besucher der Stadt zwischen Martinstor und Grünwälder Straße wieder flanieren können – der Bauzaun ist Geschichte. Die Baustelle wird verkleinert und konzentriert sich rund um den Bereich von Ritter Bertold. Zudem werden die Gleisbauarbeiten in Angriff genommen.

Interaktive Karte: Bauphase II – bis Mitte Oktober

Die dritte und letzte Bauphase lässt dem Zentrum der Stadt wieder Luft zum Atmen. Fußgänger können den Bereich Bertoldsbrunnen wieder weitgehend uneingeschränkt nutzen. Ende Oktober sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein.

Interaktive Karte: Bauphase III – bis Ende Oktober

Informationsbüro

Beim Rotteckring – gegenüber dem Stadttheater – wird ein Informationscontainer aufgebaut. Immer donnerstags von 12.30 bis 13 30 Uhr sind Experten vor Ort, die Fragen zu der Baustelle beantworten können.

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Autor: Alexandra Sillgitt, Sina Gesell, Grafiken: VAG-Freiburg, BZ