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09. August 2010 16:59 Uhr

Formationsflug

Großandrang bei Jetmodell-Meisterschaft – jetzt soll die WM her

Mit einem solchen Andrang hat niemand gerechnet: Allein am Sonntag kamen 5000 Menschen zur Deutschen Meisterschaft der Flugzeugmodelle nach Müllheim. Dort träumt man jetzt von der Weltmeisterschaft.

  1. Original oder Modell über der Hardt? Der obere Flieger ist mit einem Piloten besetzt, der andere wird per Fernsteuerung gelenkt. Foto: Volker Münch

MÜLLHEIM. Die Resonanz auf die Premiere der Deutschen Meisterschaft im Formationsfliegen mit Jetmodellen war überwältigend – dieses Fazit zog jetzt der Vorsitzende des Modellflugvereins Markgräflerland, Andi Meier. Vor mehr als 5000 Besuchern allein am Sonntag gewann das Red-Bull-Team die erste Meisterschaft.

Spektakuläre Flugmanöver mit Überflügen, Loopings, Kurven und vielen anderen Flugfiguren, bei denen die Flügelspitzen der Modelle nur wenige Meter voneinander Abstand hatten, sorgten immer wieder für Beifallsstürmen im Publikum. Dazu die Kommentare des Moderators und passende musikalische Untermalung – und schon war die Show mit den zum Teil über 15 000 Euro teuren Modellflugzeugen perfekt. Der Unterschied zwischen Modell und echtem Flugzeug verschwamm in der Höhe für das bloße Auge zusehends. Spätestens beim Formationsflug eines Modells zusammen mit einem richtigen Flieger wurde deutlich, wie naturgetreu die Nachbildungen erscheinen.

"Wir wurden vom Erfolg richtiggehend überrascht", sagte Andi Meier nach der Siegerehrung. Obwohl das Wetter am Finaltag eher Regen als Sonnenschein verhieß, kamen über 5000 Menschen zum Modellflughafen auf der Hardt.

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"So etwas habe ich hier noch nie erlebt."

Andi Meier vom Modellflugverein
Am Samstag waren es nach Schätzungen des Vorsitzenden nicht viel weniger. Aber auch die Auftaktveranstaltung am Freitagnachmittag lockte mehr als 1000 Fans an. Deshalb fiel der abschließende Kommentar Meiers auch deutlich aus: "So etwas habe ich hier noch nie erlebt!"

Völlig überrascht vom Erfolg war auch Mitorganisator Winfried Ohlgart vom Modellsportverlag. Die Verantwortlichen seien im Vorfeld recht optimistisch gewesen: "Dass es so ein riesiger Erfolg wird, damit hat aber keiner gerechnet", betonte Ohlgart. Man sei geradewegs von Besuchern und Modellflugteams überrannt worden. "Wir werden nun nach den ersten Erfahrungen am Reglement arbeiten und sicherlich in absehbarer Zeit auch eine Weltmeisterschaft austragen", kündigte Winfried Ohlgart an.

Auch zahlreiche Vertreter anderer Modellflugvereine, die sich um die Austragung künftiger Wettbewerbe bewerben wollen, seien anwesend gewesen. Stolz waren die Veranstalter auch über das Einzugsgebiet – sowohl was die Teilnehmer angeht wie auch die Besucher. Unter den Flugteams waren Spitzenpiloten aus England, Schweiz, Frankreich, Italien und Deutschland. Die am weitesten angereisten Besucher kamen aus Dubai, wo übrigens die Idee dieser Meisterschaft geboren wurde. Dort hatten Robert und Sebastian Fuchs, die Sieger der Meisterschaft in Müllheim, mit einer spektakulären Vorführung im Showteil einer Weltmeisterschaft 40 000 Besucher begeistert.

"Mein Sohn und ich fliegen seit sechs Jahren in Formation", erklärte Robert Fuchs aus Stöckelsberg bei Nürnberg. Seither pilgern sie fast jedes Wochenende von Veranstaltung zu Veranstaltung und zeigen ihre Flugkünste. "Wir haben natürlich viel Erfahrung. Dass wir aber am Ende gewinnen, damit hatten wir nicht gerechnet", freute sich Robert Fuchs.

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Autor: Volker Münch