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29. Oktober 2016

Aus dem Atelier in die Öffentlichkeit

Mitglieder des Gundelfinger Kunstvereins präsentieren ihre Arbeiten bis 23. November im Foyer des Rathauses.

  1. Eines der Bilder der Ausstellung: die „Gartenmauer“ von Rod Brandsch Foto: Andrea Steinhart

  2. Die Kunstschaffenden mit ihrer Vorsitzenden Ulrike Bach (Mitte) Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Märchenhaft! Riesig schwebt ein moderner Geist aus der Flasche. Gegenüber wandeln beschirmte Mädchen im Mondtraum-Bild umher. Alles hängt bereit für die diesjährige Mitglieder-Ausstellung des Gundelfinger Kunstvereins. Am Mittwoch fand die Vernissage im vollen Rathaus-Foyer statt. Bis 23. November ist die breit gefächerte Kunst erlebbar.

Ulrike Bach, Vorsitzende des Kunstvereins, ist begeistert von den hochkarätigen Arbeiten der Vereinsmitglieder. "Aber es ist auch jedes Mal eine wirkliche Herausforderung", sagte sie zur Begrüßung der Vernissage-Gäste. Jährlich stellen die zum Kunstverein Gundelfingen gehörenden freischaffenden Künstler, Kunsterzieher und Kunstliebhaber ihre schönsten Werke im Rathausfoyer aus. Für den Betrachter richtig in Szene gesetzt und durchnummeriert wurden die Bilder von Ulrike Bach und ihren Helfern. Die Vorsitzende ließ es sich auch nicht nehmen, bei der Vernissage im Schnelldurchlauf die Werke und ihre Künstler vorzustellen.

30 Kunstschaffende aus Gundelfingen haben 45 bildliche Werke und einige Steinskulpturen angeliefert. Viele der Werke zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Die Aquarell-, Acryl- und Ölbilder, die Bilder aus Stoff und die Fotografien zeigen die große kreative Vielfalt der Kunstschaffenden auf. Es gibt echte Hingucker, die tiefgründig und skurril sind, und auch Installationen, großformatige Fotos und gestische Malereien, die mit breitem Pinselstrich aufgetragen wurden. Unter all den sehenswerten Werken zieht besonders ein textiles Bild mit dem Titel "Sonneneruption II" die Blicke auf sich. Isabelle Wiesler hat es erschaffen. Nicht zu übersehen ist auch die "Gartenmauer" von Rod Brandsch. Und während bei Ingrid Metz wunderschöne "Trollblumen" wuchern, zeigt Dieter Dörle "Leben im Teich".

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Ausgefallen sind auch zwei Fotobilder von Bernhard Veith, der zum ersten Mal seine Arbeiten öffentlich zeigt. Für seine Bilder hat er mit seinem Fotoapparat zum Beispiel Eukalyptus oder eine Wand in Nahaufnahme aufgenommen. Absolut malerisch präsentiert sich das Bild "Picardie" von Elke Brutzer.

Die ausgestellten Werke, darunter auch abstraktes, sollen nachdenklich stimmen und zur Diskussion anregen, sagte Ulrike Bach, beispielsweise das übergroße Bild "Visual Exercise No 38" von Hans-Peter Friedrich.

"Seine Werke in öffentlichen Räumen zu zeigen, ist nicht selbstverständlich für Kunstschaffende", sagte Bernd Bauer in Vertretung von Bürgermeister Walz. Er dankte den Künstlern für die über weit über die Grenzen Gundelfingen hinaus bekannte und beliebte Ausstellung. Denn vom Beginn des ersten Pinselstrichs auf der noch weißen Mal- oder Zeichenfläche, dem ersten Nadelstich bei der Anfertigung eines Quilts oder dem ersten Schlag auf den noch unbehauenen Granitblock, bis zum fertigen Werk, ist jeder Künstler mit sich allein.

Den Eröffnungsabend begleiteten Inya Hochuli und Joshua Heinz am Klavier, zwei Schüler der Jugendmusikschule.

Die Ausstellung ist im Foyer des Rathauses in Gundelfingen von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, bis 23. November zu sehen.

Die Künstler

Wolfgang Peter Woseipka, Susanne Böcherer, Hans-Peter Friedrich, Catrin Baldischweiler, Isabelle Wiessler, Kornelia Holocher, Elke Brutzer, Gisela Findel-Tölke, Simone Valenzuela, Stefan Bohl, Heidelore Hartmann, Birgit Huber-Wanner, Dieter Dörle, Uwe Nedela, Rita Bausch, Christine M. Lotz, Barbara Ostwald, Doris Wollandt, Ingrid Metz, Franziska Reisen-Veith, Bernhard Veith, Rod Brandsch, Ingeborg Pether, Eva-Marie Wedel, Angela Bettinger  

Autor: ast

Autor: Andrea Steinhart