Bentler: "Jetzt schlägt’s dreizehn"

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Di, 22. März 2011

Gundelfingen

Pünktlich zum 13. Fahrrad- und Frühlingsmarkt lachte am Sonntag den Gundelfingern die Sonne.

GUNDELFINGEN. Wenigstens auf das Wetter ist Verlass. Pünktlich zum Frühlingsanfang lachte am strahlend blauen Himmel die Sonne. Beste äußere Bedingungen also für den Fahrrad- und Frühlingsmarkt am Sonntag in Gundelfingen (siehe auch BZ vom Vortag). Fast schon traditionsgemäß konnten am Sonntag die vielen Besucher die Sonnenbrille schnappen und dem Fest einen Besuch abstatten.

"Jetzt schlägt’s 13", bemerkte Bürgermeister Reinhard Bentler bei der Eröffnung des 13. Fahrrad- und Frühlingsmarktes. "Noch nie hatten wir so schönes Frühlingswetter." Deshalb kamen auch Tausende von Besucher zum Frühlingsfest der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk und Dienstleistung im Verwaltungsraum Gundelfingen (AHA), bei dem aber außer vielen Einkaufsmöglichkeiten und Karussells noch jede Menge mehr angesagt war. Angeboten war einiges, was dazu taugte, nach dem langen Winter die Laune auf Frühlingsniveau zu heben: leuchtende Blumen in bunten Farben an allen Ecken und Enden auf dem Rathausplatz des Gartenmarktes Sauters und des Blumenladens Amaryllis.

"Ein kleines Mini-Paradies für Blumenfreunde", freute sich eine Besucherin. Aus manchen Blumentöpfen und Dekorationsständen schaute sogar Meister Lampe und seine langohrigen Helfer hervor – aber nur aus Ton und Holz. Neben den Blumenständen stellte der Fachmarkt Zipse trendige Gartentische und -liegen aus. Die nagelneuen Rasenmäher und Gartengeräte der Firma Krumm machten deutlich, dass ein Garten nicht nur Freude, sondern auch Arbeit macht. "Schön wäre es, wenn wir es im kommenden Jahr schaffen würden, dass noch mehr Gärtnereien oder Blumenhändler beim Frühlingsmarkt mitmachen", betonte Organisator Michael Fesenmeier.

Großes Interesse an Fahrradartikeln

Großes Interesse fand der Gebrauchtfahrradmarkt, der vom Radsportverein organisiert wurde. Gleich nach der Öffnung des Marktes erfolgte ein Ansturm auf die Zweiräder. Heiß begehrt waren Kinderfahrräder. Wer zu spät kam, hatte das Nachsehen. "Ich war gleich heute Morgen hier und hab ein richtig gutes Schnäppchen gemacht", sagte eine Mutter. Auch Fahrradzubehör wie Kindersitze und Fahrradhelme waren zu haben. Günstige Preise gab es bei allen Verkäufern. Am Nachmittag versteigerte die Gemeinde 33 Fundfahrräder. Über Neues auf dem Fahrradmarkt informierten der ADFC und die Radhändler Tolopilos und Schmidt.

Vor allem die Kinder hatten am Sonntag ihren Spaß: Beim Steinbildhauer Wolfgang Jakob standen die Mädchen und Jungen Schlange, bis sie sich selbst als kleine Steinmetze betätigen konnten. Der "Spielkreisel" hatte wieder seine Geschicklichkeitsspiele aufgebaut, an denen Eltern, Großeltern und die Kinder ohne Ende spielen konnten. Den größten Überraschungseffekt lieferten die Mitglieder des Heimatgeschichtevereins. Beim Englerbeck-Huus konnten die jungen Besucher sehen, wie ihre Omas noch die Wäsche wuschen: Im stählernen Waschkessel wurde die schmutzige Wäsche erst gekocht, dann in den Zinkwannen auf den Waschbrettern kräftig geschrubbt und zum Trocknen auf die Leinen gehängt. Natürlich durften die Mädchen und die Jungen kräftig mithelfen.

Kindertheater und ein "Gauckler"

Gut besucht waren auch die beiden Vorführungen der Dorfkumedi-Kinder, die das Musical "Der gestiefelte Kater" aufführten. Und die Flötenkinder im Rathausfoyer erfreuten auch einige Besucher. Nur der Gaukler Hundertpfund war für viele alles andere als lustig.

Während die Kinder spielten, konnten sich die Eltern in aller Ruhe das Angebot in den Geschäften und an den Ständen anschauten. "Wir sind überaus zufrieden. Außergewöhnlich viel Kunden kamen heute zum Einkaufen", sagten unisono die Geschäftsinhaber.

Überhaupt schien die Kauflust groß gewesen zu sein: Die Geschäfte waren proppenvoll – auch diejenigen außerhalb der Dorfmitte. Wo man hinsah, verlockten die tollen Frühlingsangebote zum Kaufen. Und auch weitere Branchen profitierten besonders von dem Trubel: Die Schlangen vor den Würstchen-, Waffel- und Eisständen waren enorm.