Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

27. März 2010

Blütenzeit im Gundelfinger Rathaus

Aquarelle von Ingrid Mez zeigen nicht nur schönste Frühlingsfarben / Ein Genuss für die Augen.

  1. Ausstellung Gundelfingen Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. So viel Andrang wurde zu einer Vernissage im Foyer des Gundelfinger Rathaus seit langem nicht mehr notiertt: Zahlreiche Besucher und Besucherinnen waren der Einladung des Kunstvereins gefolgt, um die Aquarell-Ausstellung von Ingrid Mez zu eröffnen. Zu sehen sind ihre Werke im Rathausfoyer bis zum 10. April.

Nachdem sich der grimmige Winter nun verabschiedet hat, leuchten die Krokusse und Narzissen dottergelb und blauviolett aus dem dunklen Erdreich. Doch nicht nur im Garten erwacht der Frühling: Auch im Gundelfinger Rathausfoyer ist nun Blütenzeit. "Ihre Bilder läuten den Frühling ein", sagte Bürgermeister Reinhard Bentler bei der Ausstellungseröffnung von der in Freiburg-Lehen wohnenden Ingrid Mez am Mittwochabend. Gemeinsam mit Ulrike Bach, der Vorsitzenden des Kunstvereins, hieß er die Gäste willkommen, darunter auch Persönlichkeiten, wie Sigrun Löwisch, die ehemalige Ortsvorsteherin von Freiburg-Lehen.

Wenn jemand Blumen so zu malen versteht, wie Ingrid Mez, dann steckt dahinter eine besondere Begabung. "Eine vollkommene Beherrschung der Aquarelltechnik" – so bezeichnete Tino Kornhaß in seinem Einführungsreferat die künstlerischen Fertigkeiten der ausstellenden Künstlerin. "Farbe ist für Aquarellmaler wohl das wichtigste Gestaltungsmittel überhaupt – doch gerade bei dieser Technik gilt: Weniger ist mehr." Und dennoch: "Die ausgestellten Bilder vermittelt Leichtigkeit und die innere Ruhe der Künstlerin spiegeln sich in jeder Blume wider", sagte Kornhaß.

Werbung


Erst im Alter von 70 Jahren entwickelte Ingrid Mez ihr künstlerisches Talent und steigerte es zu solcher Erfüllung und Reife, dass sie bei der Ausstellung große Begeisterung und Lob erhielt.

"Die wundervollen farbenfrohen Bilder versprühen Lebendigkeit und Zauber." Rosen, Tulpen, Dahlien, Stiefmütterchen und Roter Mohn sind ihre bevorzugten Motive, manchmal sind Häuser oder Menschen in die Natur eingewoben. Die Farben der Blumen faszinierten sie schon als Kind und zogen sie unwiderstehlich an, verriet Kornhaß. In den Stilleben drehen sich in dekorativen Gefäßen Amaryllis, zeigen Sonnenblumen, Ranunkeln, Azaleen ihre schönsten Seiten, präsentieren Magnolien ihre aparten Blüten und erscheinen Pfingstrosen in zartem Rosa. Dabei begnügt sich Mez nicht mit dem Abmalen von Natur. Durch die Komposition der Farben erhalten ihre Bilder eine romantische Richtung. Den Augen und wohl auch dem Gemüt schmeicheln die Blumen-Stilleben. "Meine Aquarelle sollen etwas Frohes mitgeben", meinte die Malerin zu ihren Bildern.

Ingrid Mez (81) ist in Bremen geboren und in Wilhelmshaven aufgewachsen. Seit 1956 lebt sie in Freiburg. Erst 1998 unternahm sie ihre ersten Malversuche. Bei Ulrike Parlow folgte der Einstieg in die Aquarellmalerei. Seit zehn Jahren nimmt sie Unterricht bei Ursula Mörch. – Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von den Enkelinnen der Künstlerin: Katharina Erber (Bratsche), Johanna Erber (Geige) und Elisabeth Erber (Cello).

Hinweis: Die Ausstellung im Rathausfoyer kann von montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden.

Autor: Andrea Steinhart