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18. Oktober 2012

Blumen, Häuser und viel Natur

Ingeborg Kaschig zeigt auf Einladung des Gundelfinger Kunstvereins 35 Aquarell-Malereien.

  1. Ausstellung in Gundelfingen zeigt Arbeiten von Ingeborg Kaschig Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Die klassische Malerei ist für Ingeborg Kaschig Programm. Und so werden in der neuen Kunstverein-Ausstellung im Gundelfinger Rathausfoyer 35 Aquarelle präsentiert, die liebliche Sujets und bunte Farben zeigen. Bilder, die ein harmonisches Weltbild schaffen.

Die Kunstwerke von Ingeborg Kaschig sprechen für sich: Die Gegenstände und Landschaften in den Bildern sind nicht ganz realistisch gemalt. Durch die von der Künstlerin angewendete Technik "Nass in Nass" wird das Gemalte abstrahiert.

"Die Bilder wirken dadurch luftig und leicht", erläutert Ulrike Bach, die Vorsitzende des Kunstvereins Gundelfingen, in ihrer detaillierten Einführung anlässlich der Vernissage.

Die Technik erfordert im Gegenzug ein sehr schnelles Malen. Die aufgetragenen Farben laufen ineinander, wodurch luftig-weiche Übergänge entstehen. Auch der Zufall spiele bei dieser Technik eine Rolle, erklärt die Expertin, damit das angedachte Farbspiel so verläuft, wie es der Absicht des Künstlers entspricht und die Gegenstände trotz alledem so rüberkommen, dass sie ihre Form behalten.

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Die 1925 in Pulsnitz bei Dresden geborene und seit über 25 Jahren in Gundelfingen lebende Künstlerin begann schon früh zu malen, doch ihre Eltern widersetzten sich ihrem Wunsch, ein Kunststudium aufzunehmen.

Zuerst Lehrerin dann Kunststudium

So wurde Ingeborg Kaschig zuerst Lehrerin in der früheren DDR. 1958 flüchtete sie jedoch mit ihrem Mann und den zwei Kindern in die Bundesrepublik. In Lemgo ließ sich die Familie nieder. Somit war der Weg für Kaschig frei geworden, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin ihr künstlerisches Studium bei Professor Schulz-Sorau aufzunehmen.

Nachdem sie viele Jahre die verschiedensten künstlerischen Techniken erlernt hatte, entschied sie sich für die Aquarellmalerei und hatte dann bald auch ihre erste Ausstellung.

Mittlerweile präsentiert die Gundelfinger Künstlerin in ihrer 27. Ausstellung Bilder in kräftigen, teils explosiven Farben mit Motiven wie Blumen, Häuser und Stillleben.

"Ihre Bilder sind im Rathaus zuhause", scherzte Bürgermeister Reinhard Bentler bei der Ausstellungseröffnung. 17 Werke der Künstlerin hängen nämlich in den verschiedenen Büros.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Ingmar Winkler mit zarten Gitarrentönen.

Hinweis: Die Ausstellung im Rathaus kann von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12 und mittwochs von 14 bis 18 Uhr, freitags nur bis 16 Uhr besichtigt werden.

Autor: ast