Die Farben fließen aus dem Pinsel

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Sa, 24. Februar 2018

Gundelfingen

Leuchtende Farben zeichnen die Malereien Emsari Gorgasalis aus / Ausstellung im Rathausfoyer.

GUNDELFINGEN (ast). Es sind die Farben, die auffallen. Landschaften, Menschen und immer wieder Birken in anderem Kontext, sind leuchtend auf der Leinwand festgehalten. Die Gemälde von Emsari Gorgasali aus Georgien sind derzeit im Gundelfinger Rathausfoyer ausgestellt. Eingeladen hat den Künstler der Kunstverein Gundelfingen.

Der Kunstmaler Emsari Gorgasali zeigt 38 außergewöhnliche Werke, die er größtenteils in jüngster Zeit erschaffen hat. Ob in Öl oder Acryl – die Werke wirken durch die Technik abstrakt: Bäume, Menschen oder Häuser, die im Vordergrund stehen, sind vermischt mit dem Hintergrund. Seine Technik: das Dripping – dem Künstler Jackson Pollock nachempfunden. "Ich lasse die Farbe auf die auf dem Boden liegende Leinwand tropfen und fließen, so dass sich Strukturen und Muster aus Farbspritzern bilden. Ich trage nicht einfach Farbe auf – ich lasse sie aus dem Pinsel fließen", erklärt der Künstler den zahlreich erschienenen Vernissage-Gästen. Gorgasali ist kein Maler, der sich auf figurative Darstellung oder Abstraktion konzentriert. In seinen Bildern gibt es beides, wie man in der Ausstellung feststellen kann. Schöne Beispiele dafür sind die gezeigten Bilder mit Titeln wie "Winterlandschaft" oder "Sonnenuntergang hinter Bäumen". Die Landschaften sind eingefasst, die leuchtenden Farbtupfer lassen die Werke abstrakt wirken. "Jedes Gemälde entsteht aus mir und jedes Bild hat eine eigene Geschichte", sagt Gorgasali. Seinen Schwerpunkt sieht er in der Landschaftsmalerei. Er setzt aber auch Portraits und Blumenmotive um und lässt seiner Kreativität in der freien abstrakten Malerei ihren Lauf.

"Mit sieben Jahren wurde ich von den Eltern und Lehrern auf die Kunstschule geschickt", erzählt der Künstler. Aufgewachsen ist Gorgasali in Tiflis/Georgien. Nach der Schule studiert er Kunst und Malerei in St. Petersburg und in Tiflis. Seit 1990 lebt er in Deutschland. Er arbeitete bereits im Europa-Park Rust als freischaffender Künstler, übernahm Restaurierungsarbeiten im Schloss Osnabrück und Vergoldungsarbeiten in Rom. Seine Bilder zeigte er bereits in mehreren Ausstellungen.

Die Vernissage wird musikalisch von den GundelSingern begleitet, die ihre Lieder den ausgestellten Herbstbildern anpassen. Eröffnet wird die Schau von Ulrike Bach, der Vorsitzenden des Kunstvereins, und von Bürgermeisterstellvertreter Bernd Bauer.

Die Ausstellung im Rathausfoyer ist bis 21. März montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr zu sehen.