Empfang für Hoheit aus Wildtal

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Mi, 18. Oktober 2017

Gundelfingen

Die Breisgauer Weinprinzessin Miriam Kaltenbach trägt sich ins Goldene Buch ihrer Heimatgemeinde Gundelfingen ein .

GUNDELFINGEN. Miriam Kaltenbach ist die erste Breisgauer Weinprinzessin der Gemeinde Gundelfingen-Wildtal. Mit einem Empfang und einem Fest beglückwünschte die Gemeinde die 19-jährige Weinhoheit. Vertreter aus der Weinwirtschaft, der Politik und zahlreiche Bürger kamen am Freitag mit Blumen und Präsenten, um zu gratulieren.

Im Zweispänner fuhr die aus dem Wildtal stammende neue Breisgauer Weinprinzessin Miriam Kaltenbach auf den Platz der Sonne in der Ortsmitte vor. Begleitet wurde sie standesgemäß von ihrer Amtsvorgängerin Bianka Herbstritt und von der Bereichsweinprinzessin Sinja Hornecker aus Eichstetten. Empfangen wurden die Weinhoheiten von zahlreichen Gratulanten, Gemeinderäten und Persönlichkeiten, die mit ihrem Kommen zu einem gelungenen Fest beitrugen.

Die Feuerwehr stellte für Miriam Kaltenbach eine stattliche und hübsch geschmückte Prinzessinnentanne auf, und der Männergesangverein Sängerrunde unter der Leitung von Dirigent Igor Majcen brachte ihr ein Ständchen. Den Stamm der riesigen Tanne schmückt ein Porträt der Weinprinzessin.

Danach ging die "Prinzessinnenparty" mit Köstlichkeiten aus dem Weinberg und aus der Küche des Restaurants Sonne im Bürgersaal weiter. "Wir freuen uns über unsere erste Weinprinzessin, die nun den Namen unserer Gemeinde in die Region und darüber hinaus tragen wird", sagte Bürgermeister Raphael Walz, der die Aufgabe hatte, den Abend und die vielen Grußworte zu moderieren.

Neben Georg Moosmann als Vertreter des Badischen Weinbauverbands, Karl Escher vom Badischen Winzerkeller und Susanne Flaig von der Edith-Stein-Schule sprach unter anderem Udo Opel, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Glottertal: "Miriam Kaltenbach ist nun eine Botschafterin für unseren Wein." Er gab der Weinprinzessin den Auftrag, ihre Heimatgemeinde und Heuweiler zum Projekt "Weintourismus" zu animieren. Zu dieser Werbekampagne haben sich im vergangenen Jahr 16 Gemeinde zusammenschlossen. Gundelfingen-Wildtal und Heuweiler entschieden sich jedoch aus Kostengründen dagegen.

"Wir sind stolz, dich als unsere Auszubildende auf unserem Weingut zu haben", sagte Paulin Köpfer vom Weingut Zähringer. Dort macht die Weinprinzessin derzeit eine Winzerlehre. "Sie ist blitzgescheit, hat praktische Fähigkeiten und engagiert sich im sozialen Bereich – eine tolle Kombination", lobte Köpfer.

Ein herzliches Grußwort sprach Bernhard Kaltenbach, der Vater der Weinprinzessin, für den der Berufswunsch seiner Tochter schon eine Überraschung war. Doch er weiß, dass Miriam Kaltenbach den Wein fachkundig und souverän vertreten und ihre Aufgabe mit Elan und Begeisterung meistern wird. "Die Familie steht hinter dir", sagte ihr Vater.

"Ich freue mich riesig, das vielseitige und faszinierende Thema Wein über die Grenzen hinaus repräsentieren zu dürfen", sagte Miriam Kaltenbach. "Und ich freue mich auf meine Arbeit." Sie dankte allen, die zu dem großartigen Fest beitrugen. Besonders gefiel ihr der Prinzessinnen-Wein, den ihre Eltern für sie gekürt haben. Wie jeder Wein verschieden und einzigartig sei, so sind es ihrer Meinung nach auch die Weinveranstaltungen, die sie mittlerweile eröffnet hat. Aber am schönsten sei es jedoch beim heimischen Weinzauber. Die Breisgauer Weinhoheit schloss ihre charmante Rede mit dem Geständnis: "Ich bin eine Wildtälerin."

Am Ende der offiziellen Feier durfte auch ein Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde nicht fehlen.