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02. Februar 2013

Kunstverein Gundelfingen zeigt abstrakte Bilder von Ute Olerth im Rathausfoyer

Eine Welt aus Farben und Formen

  1. Ute Olerth stellt in Gundelfingen ihre Bilder aus Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Ein einziges Farbenspiel – das sind die Gemälde von Ute Olerth, die noch bis 27. Februar im Foyer des Gundelfinger Rathauses hängen werden: eine abstrakte , lebendige Farbigkeit. Schon bei der Vernissage zur Ausstellung mit Bildern der Freiburger Künstlerin gab es viel Lob.

Nicht die Wirklichkeit, sondern eine Mischung aus Farben und Formen bildet Ute Olerth bei ihren Werken ab. Sie lockt damit in eine Traumwelt und suggeriert eine Auszeit aus der Hektik des Alltags. Die Motive entstehen spontan, sind intuitiv. "Beim Auftragen der Farben sollte der Kopf leer sein von irgendwelchen Vorstellung", erläutert die Künstlerin. So stehen am Anfang Farben aus Pigmenten, Bienenwachslasur und Wasser. Ein Klecks, ein Strich. Dann werden immer mehr Farbschichten übereinander aufgetragen, um Tiefe und Leuchtkraft zu erzielen. Nach und nach lässt Ute Olerth so ihre Bilder entstehen. Bis zu acht Farbschichten trägt sie auf. Bei manchen Werken arbeitet sie mit Tusche oder Kreide Konturen heraus und lässt so Blumen, Tiere oder Menschen entstehen. Neben ihren Farben setzt sie auch Materialien wie Sand ein. Dann können Bilder schon mal dreidimensional werden. Außerdem fließen in jedes die Erfahrungen und die Stimmungen des Augenblicks hinein.

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"Jede Form und Farbe hat ihr Aussehen, wird aber in ihrer Erscheinungsweise immer auch von ihrer Umgebung beeinflusst", erklärt Ulrike Bach, Vorsitzende des Kunstvereins in ihrer Einführung zur Wochenmitte: "Formen und Farben drängen vor und zurück, sie beharren fest an einem Ort, streben in eine Richtung, erscheinen schwer oder leicht, zart oder grob, heiter oder traurig". Bach: "So geben diese Bilder eine unendliche Möglichkeit der Interpretation."

Doch ganz frei ist das Publikum nicht – die Werke haben Titel, die den Betrachter lenken, hin zum "Wintermorgen" oder zum "Drachenboot". Rund 50 Gäste kamen zur Vernissage, darunter auch Bürgermeister Reinhard Bentler, der sich fasziniert von den kräftigen Farben zeigte: "Die Ausstellungen des Kunstvereins übertreffen stets die schon hohen Erwartungen der Gäste."

Ute Olerth wurde in Freiburg geboren und studierte mit Schwerpunkt "Bildende Kunst". Sie war Fachberaterin und Schulkunstbetreuerin des Schulamtes Freiburg. Außerdem erlernte sie therapeutisches Malen und wendete dieses auch an.

Nach einem weiteren Studium bei Paul Pollock ist sie seither als freischaffende Künstlerin tätig. Ute Olerth erhielt internationale Kunstpreise und Ehrungen. Sie hat eine eigene Kunstschule mit freiem und themenbezogenem Malen.

Die Vernissage im Rathausfoyer wurde an diesem Abend musikalisch von Matthias Stich mit außergewöhnlichen Stücken, passend zu den ausgestellten Bildern, am Saxophon begleitet.

Zu sehen ist die Schau in Gundelfingen während der regulären Rathausbürozeiten montags, 7.30 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr; dienstags 7.30 bis 12.30 Uhr; mittwochs 7.30 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr; donnerstags und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr im Rathausfoyer.

Autor: Andrea Steinhart