Sieben Chöre auf der Bühne in Feldkirch

Otmar Faller

Von Otmar Faller

Fr, 11. November 2016

Hartheim

Der Gesangverein Hartheim lud zu seinem Herbstkonzert Mitstreiter aus der Region ein und bot einen unterhaltsamen Abend.

HARTHEIM AM RHEIN. Gleich sechs Gastchöre haben sich kürzlich zum Herbstkonzert des Gesangvereins Hartheim in der voll besetzten Seltenbachhalle in Feldkirch getroffen. Zusammen gestalteten sie ein abendfüllendes Konzert mit vielfältiger Liedauswahl, bestehend aus anspruchsvollen Klassikern, Gospels und altbekannten Volksliedern.

Eröffnet wurde das Konzert vom Gesangverein Hartheim unter der Leitung seines Dirigenten Ulrich Strub mit dem musikalischen Willkommensgruß "Wir grüßen euch mit frohem Klang, ihr lieben Freunde all", den die Frauen und Männer der gemischten Chorformation mit großer Begeisterung interpretierten. Mit dem schwungvollen "Lebe liebe lache" von Robert Pappert, "Zum Tanze, da geht ein Mädel" von Gus Anton und "Küssen, Trinken singen" von Robert Pappert, setzte die Chorformation "Männerchor" das Konzert taktsicher fort.

"Auch ihr armen Männer" sangen anschließend die Frauen aus dem Stück von Jakob Bürthel, mussten aber einsehen, dass die Männer eben doch aus anderem Holz geschnitzt sind. Einen Farbtupfer dazwischen gab es dann noch mit dem melancholischen Lied "Erlaube mir, fein’s Mädchen" von J. Brahms, ehe der Chor, wieder in gemischter Formation, begeistert vom "Fräul’n Helen" sang, ein Song aus den 20er Jahren.

Die Vielfältigkeit des Chorgesangs demonstrierte der Männerchor Gündlingen mit Dirigent Matthias Untch, der sich mit dem Lied "Sängergruß" von Benno Stiglohr eindrucksvoll vorstellte. Es folgte "La Provence", eine bekannte Melodie von Ralph Siegel, ehe man in dem Lied "Via Mala" die legendäre Brücke zwischen Himmel und Erde besang und sich mit der besinnlichen "Abendruhe" von Rolf Kern verabschiedete.

Der Gesangverein Eschbach mit Dirigentin Simone Brobeil, der auch fünf Flüchtlinge in seinen Reihen zählt, interpretierte alle seine Liedvorträge "Dudaba", "Have a nice day", "Dreaming" und "Rock for fun" in englischer Sprache. Am Schluss rockten sie begeisternd die Bühne und beendeten ihren letzten Song mit einem glücklichen "Oh yes".

Das abwechslungsreiche Programm wurde mit dem Auftritt der Colors of Gospel Stegen mit ihrem Dirigenten Ulrich Strub fortgeführt. Der Einstieg erfolgte mit dem bekannten Spiritual "Nobody knows the trouble I’ve seen". Zum reizvollen Kontrast interpretierte der Chor das afrikanische Lied "Nuhu chonga safina" in der dazu passenden Landessprache. Die meisten der Chormitglieder konnten dabei ganz ohne Noten auskommen. Es folgten schwungvoll und gut aufeinander abgestimmt "Good news", "We shall overcome" und "This little light of mine", die das Publikum begeisterten und zum Mitklatschen animierten.

Der Chor Not’en Coeur aus der Partnergemeinde Fessenheim mit seinem Dirigenten Pascal Schelcher demonstrierte Vielfalt auf der Bühne. Während das erste Lied "Si loin du Bayou" vielen im Publikum fremd war, kam ihnen das weitere Lied "Salut les Amoureux" doch sehr bekannt vor, denn es war die französische Version von "Wann wird es endlich wieder Sommer" von Rudi Carrell. Auch "L’oiseau et l’efant" ging gut ins Ohr. Die Fessenheimer Freunde verabschiedeten sich mit "Alleluia", dessen Beginn mit einer Solo-Einlage eingeleitet wurde.

Der MGV Liederkranz Gottenheim mit seiner virtuosen Dirigentin Cecile Couron am Klavier begeisterte mit dem Lied "Marina" von Arnold Kempkens. Zum reizvollen Kontrast zelebrierten sie dann die Amboss-Polka, melodiebegleitend auf einem scheinbaren Original-Amboss, der sich hinterher als Attrappe herausstellte – ein origineller Geck. Abwechslungsreich waren das Lied "Santiago", arrangiert von Lukas Hainer, und der "Fliegermarsch" (Hermann Dostal), mit dem sich der Chor verabschiedete.

"Klein aber fein". Dieses Attribut durften die Windener Chorsänger für sich in Anspruch nehmen. "Freude am Leben", ein schöner Männerchorsatz von Otto Groll, war ihr erster Vortrag unter der Leitung ihres Dirigenten Guido Berg. Es folgte der Sologesang "Paris" von Daniel Dickopf, hauptsächlich gestaltet vom Solisten Berthold Kapp, begleitet vom Gitarristen Albert Hettich und dem Chor. Mit einem Potpourri aus "Wochenend und Sonnenschein" sowie altbekannten Volksliedern hat sich der kleine Chor mit großer Leistung verabschiedet.