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16. Februar 2016

Trauer um Familienforscher Martin Keller

Martin Keller, Hebelplakettenträger 2009 und ausgewiesener Kenner der Geschichte der Schweiz und des Markgräflerlandes, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

  1. Martin Keller Foto: gemeinde

HAUSEN (elv). Wer sich in Südbaden für Familiengeschichte interessiert, kommt an seinem Namen nicht vorbei: Martin Keller. Geschichte greifbar zu machen, vergangene Dinge und Ereignisse sprechen zu lassen, das waren Anliegen von Martin Keller, dem er sich ein Leben lang gewidmet hat.

1921 in Basel geboren, schloss er 1951 sein juristisches, volkswirtschaftliches und betriebswirtschaftliches Studium mit Doktor der Staatswissenschaften ab. Seit 1978 war Keller im Vorstand des Geschichtsvereins Markgräflerland tätig, 1998 zeichnete ihn der Verein mit der Ehrenmitgliedschaft aus. Zahlreiche Aufsätze sind in der Publikation "Das Markgräflerland – Beiträge zu seiner Geschichte und Kultur" veröffentlicht worden, wobei er seine Schwerpunkte auf die Genealogie legte. Dies verwundert nicht, denn Keller war auch Vorstandsmitglied der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft der Regio Basel. Zu den wichtigen Arbeiten von Martin Keller gehört sein Aufsatz "Markgräfliche Sitze in Basel; Taufen, Trauungen und Totenfeiern in den Basler Hofkapellen". Sein Einsatz galt seit 1990 der Erstellung und Herausgabe des Markgräfler Familiennamenbuches, sein Lebenswerk. Er gehörte zu den besten Kennern der Schweizer Geschichte und des Markgräflerlandes.

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Für viele Bewohner des Markgräflerlandes hat Keller mit seinen Arbeiten Orts- und Familiengeschichte geschrieben und damit ein Stück Heimat bewahrt. Für sein Schaffen ehrte die Gemeinde Hausen den Familienforscher im Jahr 2009 mit der Verleihung der Johann Peter Hebel-Gedenkplakette. Am 10. Februar 2016 verstarb er im Alter von 94 Jahren.

Autor: elv, bz