Die beste Saison seit 2003

Margareta Holzreiter

Von Margareta Holzreiter

Do, 06. September 2018

Müllheim

Freibäder in der Umgebung profitierten von der Hitze des diesjährigen Sommers / Am Sonntag geht in den meisten Bädern die Saison zu Ende, die Hallenbäder öffnen.

MARKGRÄFLERLAND. Die diesjährige Freibadsaison neigt sich dem Ende zu. Nachdem die Hitze des Sommers in den letzten zwei Wochen nachgelassen hat und der Schulbeginn naht, schließen ab Sonntag die Freibäder der Umgebung. Die BZ hat die Bäder nach ihrem Fazit gefragt.

Freizeit- und Familienbad Müllheim
Auch im Müllheimer Freibad hat sich der heiße Sommer bemerkbar gemacht: Schwimmmeister Karlheinz Thomann verzeichnet aktuell 115 000 Besucher, was den Durchschnitt der Vorjahre von etwa 95 000 bis 100 000 Besuchern deutlich übersteigt. Jedoch arbeitet ein städtisches Freibad auch bei derartig hohen Besucherzahlen nie kostendeckend, sagt Thomann. Das sei aber auch nicht das Ziel: Die Eintrittspreise sollen nur so hoch sein, dass jeder Bürger sich den Schwimmbadbesuch leisten kann. Deshalb ist man in Müllheim trotzdem zufrieden mit der Saison: "Wenn man dieses Jahr nicht zufrieden ist, dann wird man wohl nie zufrieden sein", resümiert Thomann. Der Rekord des heißen Sommers im Jahr 2003 konnte jedoch auch dieses Jahr nicht gebrochen werden: Damals strömten 150 000 Besucher in das Freibad. Über den letzten Badetag des Familienbades in dieser Saison wird am Sonntag entschieden.

Sportbad Heitersheim
Das Sportbad Heitersheim gehört der Stadt, wird aber von einem privaten Betreiber geführt: Mike Kunz von der Sport- und Freizeitmanagement GmbH ist neben Heitersheim auch noch für Schopfheim, Staufen, Teningen, Umkirch, Kippenheim und Steinen zuständig. Die Kosten für den Betrieb des Bades sollten sich mit den Einnahmen decken, was auch mal schief gehen kann: Kunz erinnert sich an den Sommer 2014, welchen er als einen "miserablen Sommer" mit viel Regen bezeichnet. Damals konnte das Freibad seine Kosten nicht decken. In diesem Jahr gab es durch das gute Wetter im Juli und August jedoch keine Probleme mit den Kosten. Für die Spitzentage brauchte das Freibad sogar mehr Rettungsschwimmer und Kioskmitarbeiter, um den großen Besucherzahlen gerecht zu werden. Der letzte Badetag ist in Heitersheim am kommenden Sonntag.


Thermalsportbad Steinenstadt

Von einer guten Badesaison spricht man auch im Thermalsportbad Steinenstadt: Besonders der Juli war laut Schwimmmeister Alexander Schächtele ein starker Monat, den 1. Juli nennt er mit etwa 1 500 Besuchern den Spitzentag des Jahres. Auch Schächtele merkt an, dass es bei öffentlichen Bädern nie darum ginge, Gewinn zu erzielen, weshalb man die höheren Einnahmen durch die größeren Besucherzahlen eher als "Verlustminimierung" betrachten könne. Gleichzeitig entstehen in einer guten Saison wie der diesjährigen aber auch höhere Kosten, denn es wird mehr Personal benötigt. Zusätzliche Mitarbeiter habe man zwar nicht einstellen können, denn das gebe der Markt nicht her, die Freibadmitarbeiter müssen deshalb jedoch während der Hauptsaison im Juli und August des öfteren sieben Tage die Woche arbeiten. Außerdem steigen in der heißen Zeit die Kosten für Chemikalien und auch für Wasser, welches sowohl für die beiden Becken, als auch für die Liegewiese benötigt wird. Denn diese mussten diesen Sommer in allen Bädern massiv beregnet werden, was laut Schächtele mehrere tausend Euro Kosten zur Folge hat. In Steinenstadt war das gut investiertes Geld: So konnten etwa 70 Prozent der für die Besucher so wichtigen Liegewiese die Saison über grün bleiben. Auch in Steinenstadt wird die Saison am Sonntag beendet, denn bereits am Montag öffnet das Neuenburger Hallenbad wieder seine Türen.

Trotz der höheren Besucherzahlen ist es übrigens glücklicherweise in keinem der vier Bäder zu schlimmeren Zwischenfällen gekommen. In Steinenstadt musste der Krankenwagen nur einmal aufgrund eines Bienenstiches gerufen werden.

Freizeitbad Badenweiler
Laut Hans van der Vliet, dem Inhaber des Freizeitbades Badenweiler war es die beste Saison seit dem Rekordsommer von 2003. Das Bad verzeichnet dieses Jahr rund 60 000 Besucher, das sind 10 000 Besucher mehr als in den Jahren zuvor. Außerdem spricht van der Vliet von einem deutlichen Anstieg beim Verkauf von Zehner- und Dauerkarten. Ein vergleichbar guter Sommer sei der Sommer des Jahres 2013 gewesen. Das Freizeitbad öffnet am Sonntag das letzte Mal in diesem Jahr.