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21. März 2012 09:00 Uhr

Kurierfahrer fährt ungebremst ins Stauende

Erneut schwerer Unfall auf der A 5

Nur einen Kilometer von der Unfallstelle entfernt, an der am Dienstagmorgen ein Verkehrsteilnehmer auf der A5 bei Herbolzheim tödlich verunglückte, ereignete sich am Nachmittag ein weiterer schwerer Verkehrsunfall.

  1. Lebensgefährlich verletzt wurde der Fahrer dieses Personenwagens bei einem Unfall am Dienstagnachmittag auf der A 5 bei Herbolzheim. Foto: Feuerwehr Herbolzheim

  2. Der Rettungshubschrauber brachte den lebensgefährlich verletzten Autofahrer in die Uni-Klinik nach Freiburg. Foto: Feuerwehr Herbolzheim

Kurz nach der Autobahnanschlussstelle Herbolzheim in Richtung Rust kam es nach Mitteilung der Polizeidirektion Offenburg aufgrund einer Baustelle im Bereich der Anschlussstelle Rust zu einem Rückstau bis zur Unfallstelle. Ein Mann aus dem Raum Karlsruhe übersah offensichtlich das Stauende auf der rechten Fahrspur. Nahezu ungebremst fuhr er gegen 14.30 Uhr mit seinem Personenwagen auf den Auflieger eines leeren Silozuges auf. Hierbei zog er sich lebensgefährlich Verletzungen zu. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Weshalb der 63-Jährige Kurierfahrer das Stauende auf grader Strecke übersah, könne man noch nicht sagen, so die Polizei weiter.
Nach Mitteilung der Feuerwehr Herbolzheim war der im Fahrzeugwrack eingeklemmte Autofahrer schon kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes geborgen. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Freiburg geflogen.

Bei der Erkundung des Personenwagens wurden dann mehrere Boxen mit einer Gefahrstoffkennzeichnung gefunden. Nach Überprüfung der UN-Nummer und da keine Beschädigungen der Behältnisse vorlagen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Es ging keine weitere Gefahr von den transportierten Stoffen aus.

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Zur Absicherung der Unfallstelle und zur Unterstützung der Polizei für Unfallaufnahmen blieb die Feuerwehr Herbolzheim bis zum Eintreffen das Abschleppdienstes vor Ort. Die Feuerwehr Herbolzheim war mit vier Fahrzeugen und 23 Mann etwa zwei Stunden im Einsatz. Vor Ort waren auch die Polizei, zwei Rettungswagenbesatzungen und zwei Notärzte sowie die Rettungshubschrauberbesatzung und die Autobahnmeisterei. Der Schaden wird laut Polizei auf rund 40 000 Euro geschätzt.

Autor: bz