Feuerwehrleute bekommen mehr Geld für Einsätze

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Di, 17. Juli 2018

Heuweiler

Beschluss des Rats Heuweiler.

HEUWEILER (ast). Die Feuerwehrleute von Heuweiler bekommen rückwirkend ab Januar 2018 mehr Geld für jede geleistete Einsatzstunde. Außerdem erhalten jetzt erstmals die Funktionsträger der Feuerwehr eine zusätzliche Entschädigung. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Einig waren sich die Räte und Bürgermeister Raphael Walz bei der Begründung: Es gehe um die Anerkennung und Wertschätzung der mühevollen Arbeit.

Mit der einstimmig beschlossenen Änderung der Feuerwehrsatzung solle das großartige Engagement der Feuerwehrkameraden zum Ausdruck gebracht werden. "Wir wollen der Feuerwehr zeigen, dass die Gemeinde hinter ihr steht", sagte Walz. Die Neufassung der Satzung sieht vor, dass jeder 15 Euro pro Einsatzstunde bekommt. Für Aus- und Fortbildungslehrgänge erhalten die Feuerwehrleute für die ersten acht Stunden jeweils elf Euro, für jede weitere Stunde 16 Euro. Allerdings entfällt die Entschädigungszahlung, wenn der Arbeitgeber den Lohn fortzahlt.

Neu ist nun auch, dass die Funktionsträger, die sich über das übliche Maß am Feuerwehrdienst beteiligen, eine zusätzliche Entschädigung erhalten. "Das Engagement der Funktionsträger ist mit sehr viel Arbeit verbunden – und mit Geld eigentlich nicht zu bezahlen", sagte der Bürgermeister. Daher erhält nun der Feuerwehrkommandant eine Aufwandsentschädigung von 600 Euro pro Jahr, sein Stellvertreter bekommt 500 Euro pro Jahr. Der Gerätewart und der stellvertretende Gerätewart erhalten nun jeweils 500 Euro pro Jahr, der Atemschutzgerätewart 400 Euro pro Jahr. Um den Nachwuchs zu schulen, investiert der Jugendwart viel Zeit – dafür erhält er nun 250 Euro pro Jahr, sein Stellvertreter ebenfalls. "Die Entschädigungen sollen die Wertschätzung seitens der Gemeinde und des Gemeinderats zeigen", sagte Walz. Reich werde mit der neuen Entschädigung niemand – und wegen des Geldes mache keiner den Job bei der Feuerwehr, betonte der ehemalige Kommandant Michael Strecker (Freie Wählergemeinschaft): "Für den Feuerwehrmann steht der Dienst am Nächsten im Vordergrund."