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16. September 2010

Weiter auf dem bisherigen Weg

2011 sollen die ersten von 21 Anwesen an die zentrale Abwasserversorgung angeschlossen werden.

RICKENBACH (mie). Im September 2009 hatte der Rickenbacher Gemeinderat ein Abwasserbeseitigungskonzept für 21 Anwesen verabschiedet. Als erste sollen 2011 die vier im Süßhof (neu ist das Vereinsheim der Motorradfreunde) und der Sportplatz Bergalingen angeschlossen werden. Für beide Maßnahmen sind 30 Prozent Fördergelder zu erwarten.

Grundlage für diese Entscheidung sei die Prüfung gewesen, ob die zentrale Entsorgung technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll sei, erklärte Ralf Kech vom Amt für Umweltschutz beim Landratsamt. Für den Sportplatz Bergalingen habe man sich für eine Druckleitung in die Kanalisation in Bergalingen entschieden, die mit rund 60 000 Euro zu Buche schlage. Im Gespräch sei außerdem den Platz im Zuge der Bauarbeiten gleich mit einem Stromanschluss zu versorgen.

Als wirtschaftlichste und langlebigste Variante habe sich für den Süßhof ein Freispiegelkanal in die Kanalisation Hottingen erwiesen. Gegen eine dezentrale Abwasserreinigung durch Kleinkläranlagen sei der Umstand, dass kein geeigneter Vorfluter zur Beseitigung der Restabwässer zur Verfügung stehe, so Kech. Die Kosten für die Verlegung der Leitung zu den einzelnen Grundstücken wird voraussichtlich 150 000 Euro kosten, hinzu kommen 8000 Euro für die Wasserleitungen.

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Die Verlegung der Hausanschlüsse müssen die Besitzer selber zahlen. Auf sie kommen theoretisch Beträge zwischen knapp 2000 und 15 000 Euro zu. Da Ingenieur Benno Moser bisher nur eine Vorplanung gemacht hat, sind alle Beträge noch unverbindlich. Moser ließ in der Sitzung durchblicken, dass sicher gemeinsam mit der Gemeinde Lösungen gefunden werden könnten, die geeignet sind, die Kosten für die Anwohner zu reduzieren. Er sei überzeugt, dass man eine für alle Seiten tragbare Variante finden werde. Norbert Portele (Freie Wähler) regte an, das Landratsamt solle durch Gespräche mit den Anwohnern die Akzeptanz der Arbeiten erhöhen.

Übergangen fühlt sich Eberhard Burr, dem eines der Anwesen im Süßhof gehört. Ihm sei von Bürgermeisterstellvertreter Hubert Strittmatter und Ingenieur Moser bei einer zufälligen Begegnung versprochen worden, an der Entscheidungsfindung beteiligt zu sein, für die aber erst einmal konkrete Kosten vorgelegt werden müssten. Wie auch Gemeinderat Ehrfried Mutter (Grüne) will er die Zahlen der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Alternativen sehen. "Ich denke nicht, dass alle Möglichkeiten in Betracht gezogen wurden", sagte er in der Bürgerfrageviertelstunde der Ratssitzung am Dienstag. Seine eigene Kläranlage könne ohne großen Aufwand auf den Stand der Technik gebracht werden. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmt der Gemeinderat aber zu, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Autor: mie