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13. September 2017

Training mit dem Langlauf-Idol

Stefanie Böhler zeigt jungen Langläufern aus Ibach und Bernau, wie sie sich für ihren Sport fithalten können.

  1. Ein einmaliges Trockentraining konnte der Langlaufnachwuchs am Montag bei Ski-Ass Steffi Böhler absolvieren Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

  2. Ein einmaliges Trockentraining konnte der Langlaufnachwuchs am Montag bei Ski-Ass Steffi Böhler absolvieren Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

IBACH. Mit enormer Begeisterung absolvierte der Langlaufnachwuchs der Skiclubs von Ibach und Bernau am Montagnachmittag sein gemeinsames Trockentraining. Das lag nicht nur daran, dass gut 20 Teilnehmer zu dem Termin gekommen waren und trainieren in einer größeren Gruppe einfach mehr Spaß macht. Zudem nämlich hatte sich Langlauf-Ass Stefanie Böhler, die gerade bei ihren Eltern in Ibach zu Besuch ist, bereit erklärt, das Training zu leiten, was sich blitzschnell herumgesprochen hatte.

Geradezu magnetisierend hatte diese Information sowohl auf die Zahl als auch auf die Motivation der Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 13 Jahren gewirkt. Aus dem ganzen Bezirk waren sie herbeigeeilt, um ihr sonst im Fernsehen bewundertes Idol leibhaftig vor Augen zu haben.

Stefanie Böhler hat ihre ersten Gehversuche auf Skiern in Ibach gemacht und ist selbst nach ihrer siebten WM-Teilnahme, bei der sie als Erfahrenste im Team auch in diesem Jahr im finnischen Lahti ganz nahe an die Weltspitze heranlief, ihren Wurzeln beim Skiclub Ibach treu verbunden. Entsprechend sensationell finden es natürlich die Nachwuchsläufer, wenn "ihre" Steffi sich eigens für sie Zeit nimmt und in ihren Ferien dem gewohnten Trainingsalltag ganz neuen Schwung verleiht.

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Steffi begann ihre Trainingsstunde mit einer Aufwärmrunde auf dem Loipennetz bei der Ibacher Kirche, bei der sie die Teilnehmer dazu anregte, während des Laufens auch Hüpfer, lange Schritte zur Dehnung oder das Überkreuzen der Füße einzubauen. Anschließend ging es auf dem kleinen Sportplatz unterhalb des Ibacher Skilifts weiter mit Koordinations- und Gleichgewichtsübungen.

Dazu legte der Langlaufprofi erst mal zwei flexible Leitern auf dem Boden aus, teilte die Gruppe in zwei Hälften und ließ die Teilnehmer der Reihe nach mit verschiedenen Schrittkombinationen zwischen den leuchtend gelben Leitersprossen entlang laufen, wobei sie diese mit den Füßen möglichst wenig berühren sollten. Mit Eifer und sichtlicher Freude absolvierte der Langlaufnachwuchs dieses Pensum.

"Koordination und Gleichgewicht sind auf den Skiern unheimlich wichtig, deshalb mache ich das auch beim eigenen Training zwischendurch immer mal wieder", erklärt Steffi Böhler. Und selbstverständlich macht sie jede Übung auch selbst vor.

Überhaupt entpuppt sich die Langläuferin als ausgesprochen gute Pädagogin, obwohl sie normalerweise keine Trainingsstunden anleitet. "Dazu hat sie im Alltag schlichtweg überhaupt keine Zeit", meint Vater Roland Böhler, der, wie etliche Eltern der Teilnehmer auch, dazugekommen ist, um dem Training zuzuschauen. So wird stolz mit diversen Handykameras festgehalten, wie Steffi mit Leichtigkeit auch die Kleineren wieder zum Mitmachen bringt, wenn deren Konzentration mal etwas nachlässt, indem sie sich ihnen ganz speziell zuwendet oder Partnerübungen einbaut, bei denen sie ebenfalls immer wieder selbst einspringt. So vergeht diese in jeder Hinsicht einmalige Trainingsstunde für alle wie im Flug.

Autor: Karin Steinebrunner