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15. November 2017

Zeichen setzen und Mitsprache sichern

Ibacher Gemeinderat votiert für Beitritt zur Waldgenossenschaft Südschwarzwald / Ferienwelt Südschwarzwald wird ein Verein.

  1. Die Holzvermarktung wird komplett neu sortiert. Auch die Gemeinde Ibach entscheidet sich, der Waldgenossenschaft Südschwarzwald beizutreten. Foto: Archivbild: Claudia Renk

IBACH. Wie bereits zuvor die Dachsberger, so stimmten nun auch die Ibacher Gemeinderäte dem Beitritt zur Waldgenossenschaft zu sowie dem Verbleib bei der Ferienwelt Südschwarzwald nach Gründung des entsprechenden Vereins zu. Auch dem Wunsch des Skiclubs, unter bestimmten Voraussetzungen in der Ibacher Gemeindehalle trainieren zu dürfen, entsprach das Gremium.

Sowohl Clemens Speicher als auch Bürgermeister Kaiser plädierten dafür, dass die Gemeinde Ibach mit ihrem Beitritt zur Waldgenossenschaft Südschwarzwald ein Zeichen setzen und sich zugleich ein Mitspracherecht sichern sollte. Damit hat der Gemeindewald zukünftig die Möglichkeit, die Waldgenossenschaft als Dienstleister bei allem, was mit dem Holzverkauf direkt zusammenhängt, in Anspruch zu nehmen. Davon unabhängig wird die Gemeinde aber auch ihre Mitgliedschaft bei der Forstbetriebsgemeinschaft Ibach-Todtmoos-Hotzenwald, die vorerst den Beitritt zur Genossenschaft noch aufschieben will, aufrecht erhalten.

Zur Vereinsgründung in Sachen Ferienwelt Südschwarzwald erklärte Kaiser, das Landratsamt habe diese zur Absicherung von Rechten und Pflichten angemahnt. Der bisher lockere Zusammenschluss solle aber durch die mit dem Verein verbundene verstärkte Strukturierung dennoch keine aufgesetzte Geschäftsführung bekommen, sondern sich weitgehend wie bisher mit Hilfe der Tourismus-Informationen vor Ort selbst verwalten und Entscheidungen jeweils gemeinschaftlich treffen. Die Vereinsgründung ermögliche den Ausbau des in den vergangenen fünf Jahren Geschaffenen. Christina Müller pflichtete Kaiser bei, dass beispielsweise Messeauftritte überhaupt nur gemeinsam denkbar seien, eine Gemeinde allein könne das gar nicht finanzieren.

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Der Skiclub, so die Räte, darf die Ibacher Gemeindehalle dann nutzen, wenn die Dachsberghalle belegt und die Ibacher Halle selbst im Gegenzug frei ist. Dabei habe der Verein auf die Sauberkeit selbst zu achten und solle sich daran halten, dass Ballspiele in der Ibacher Halle nicht gestattet werden können.

Kaiser gab bekannt, dass aufgrund der vorzeitigen Kündigung der Fischereipacht der Rat die Neuverpachtung und Ausschreibung beschlossen hatte. Nun bestehe aber doch der Wunsch seitens des bisherigen Pächters, den Pachtvertrag ordnungsgemäß bis zum Ablauf beizubehalten.

Weiterhin informierte er darüber, dass das Regierungspräsidium zur Beseitigung von Wanderhindernissen für die Groppe in Ibach und Schwarzenbach frühere Umgehungskanäle in Unteribach und Lindau wieder reaktivieren will. Da diese aber einen Löschwasserteich sowie eine ebenfalls als Löschwasservorrat notwendige Stauung betreffen, hob der Rat übereinstimmend hervor, dass in diesem Fall die Sicherstellung ausreichender Löschwasservorräte Priorität haben müsse.

Die Suche der Gemeindeverwaltung nach Wohnraum für Flüchtlinge in Ibach hatte inzwischen Erfolg, ein älteres Ehepaar aus Syrien ist bereits eingezogen, Helfer vor Ort sind ebenrfalls vorhanden. Dennoch sind weitere Einrichtungsgegenstände sowie Helfer, die dazu beitragen können, das Leben dieses Paares mobiler zu gestalten, nach wie vor willkommen.

Autor: Karin Steinebrunner