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03. Juni 2015

Fachkundige Ratgeber in Sachen Wein

14 Gästeführer aus der Region wurden zu "Weinerlebnisführern" ausgebildet / Urkundenverleihung auf dem Blankenhornsberg / Wissenswertes spannend vermittelt.

  1. Die frisch ernannten Weinerlebnisführer mit Dozenten, Gratulanten und den Organisatoren Stefanie Heuberger von der VHS Markgräflerland (Zweite von links) und Julian Semet von der Schwarzwald Tourismus GmbH (rechts) Foto: Julius Steckmeister

IHRINGEN/KAISERSTUHL. Mit dem Staatsweingut Blankenhornsberg hatte sich die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) als der Initiatorin der Aktion, den passenden Ort ausgesucht, um – umgeben von Reben – zehn Damen und immerhin zwei Herren auszuzeichnen. Sie dürfen sich nun zertifizierte "Weinerlebnisführer" nennen. Die Kursteilnehmer, die allesamt schon über mehrjährige Erfahrung als Gästeführer verfügen, hatten zuvor in knapp 90 Unterrichtsstunden von fachkundigen Dozenten den Feinschliff zum Thema Wein erhalten.

Wein ist nicht genug, sind sich Stefanie Heuberger, Leiterin der Volkshochschule Markgräflerland, und Julian Semet, Projektleiter Weintourismus bei der STG, einig. Aus der Kooperation zwischen STG und VHS, die seit nunmehr zehn Jahren Kurse für Gästeführer anbietet, ging zur Jahreswende die Zusatzausbildung zum Weinerlebnisführer hervor. Voraussetzung für den Kurs, der Teilnehmer von der Ortenau über den Bodensee bis zum Markgräflerland und dem Kaiserstuhl anlockte, war, dass alle Interessenten bereits eine Gästeführerausbildung vorweisen konnten.

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So vielfältig und komplex wie Weinanbau, Weinausbau und Wein selbst war auch die Auswahl der Dozenten, die in den Räumen der VHS, im Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg, aber auch vor Ort, beispielsweise im Weinberg in Auggen oder in der Alten Wache auf dem Freiburger Münsterplatz, das Thema Wein mit Wissen und Leben füllten. Von Önologie bis Ökologie, von Weinchemie bis zur Frage: Welcher Wein passt zu was?, reichte das breit gefächerte Unterrichtsangebot. Und dies fiel, wie den frischgebackenen Weinerlebnisführern bei der Urkundenverleihung anzumerken war, auf fruchtbaren Boden.

Weinprobe und Besichtigung des Staatsweinguts

Glückwünsche zur bestandenen Prüfung, die einen theoretischen und einen praktischen Teil umfasste, gab es nicht nur von Verena Ambs, Bereichsweinprinzessin für Kaiserstuhl und Tuniberg, und dem Präsidenten des Badischen Weinbauverbandes, Kilian Schneider, sondern auch von vielen der Dozenten, die auf den Blankenhornsberg gekommen waren. Gastgeber Bernhard Huber vom Staatsweingut überreichte jeweils eine Flasche Wein, die Geschäftsführerin der Badischen Weinwerbung, Sonja Höferlin, schenkte allen "Weinerlebnisführern" noch das "Sonnenmännchen", das seit vielen Jahren für den Badischen Wein wirbt.

Anschließend durften die Gästeführer sich selber als Gäste fühlen, das Weingut besichtigen und sich danach von Bernhard Huber im Rahmen bei einer Weinprobe in die Weinwelt des Staatsweingutes einführen lassen. Das Besondere am "Weinerlebnisführer" ist, dass jeder der Gästeführerinnen und Gästeführer zwar dank der Zusatzqualifikation nun über ein profundes, standardisiertes Weinwissen verfügt, jedoch aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit einen jeweils eigenen Zugang zum Thema hat.

Ob Wein und Kräuter, Wein und Gestein, Weinpfad mit Tierbeobachtung oder Weinerlebnistour auf Schusters Rappen oder dem Mountainbike – so unterschiedlich wie Weine und Menschen werden die Erlebnisführungen ausfallen, verspricht Julian Semet. Jeder der insgesamt 14 frischgebackenen "Wine Guides" soll zudem bald auf der neuen Plattform http://guide-portal-schwarzwald.de mit seinem persönlichen Schwerpunkt und Tourterminen zu finden sein. Ebenfalls praktisch: Künftig sollen die Weinerlebnisführungen verstärkt online buchbar sein, was auch individuelle Arrangements vereinfacht.

Weitere Informationen zu den "Weinerlebnisführern" gibt es im Internet unter http://www.badische-weinstraße.de

Autor: Julius Steckmeister