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07. August 2012
Baselland
In Augusta Raurica werden Münzen und Speerspitzen geklaut
In Augusta Raurica werden Münzen und Speerspitzen geklaut.
AUGST/KAISERAUGST (sda) In Augusta Raurica, einer Siedlung aus römischer Zeit in der Nähe von Basel, werden regelmäßig Münzen und Pfeilspitzen entwendet. Obwohl die Fundstücke keinen Handelswert besitzen, ist der wissenschaftliche Schaden immens. "Wir verzeichnen immer wieder Zwischenfälle, in denen Personen zu nächtlicher Stunde Gegenstände illegal ausgraben", bestätigt Dani Suter, Leiter von Augusta Raurica, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der Basler Zeitung.
Die rechtliche Lage sei in dieser Hinsicht jedoch klar. Archäologische Objekte von wissenschaftlichem Wert gehörten der Öffentlichkeit respektive dem Staat. Ein Verstoß kann ein Bußgeld von bis zu 100 000 Franken zur Folge haben, wobei diese Fälle laut Suter konsequent zur Anzeige gebracht werden.
Ungeachtet der Tatsache, dass die entwendeten Objekte zumeist über keinen Handelswert verfügen, bleibe der Reiz groß, antike Fundstücke mitzunehmen. Diese hätten jedoch einen immensen wissenschaftlichen Wert, der sich aus dem Gesamtzusammenhang ergebe.
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"Eine unscheinbare Tonscherbe wird zum Träger bedeutender Informationen", erklärt Suter, warum die Funde für die Wissenschaftler solch eine große Bedeutung haben. Es sei die Stärke von Augusta Raurica, nicht nur Fundstücke, sondern auch originale Schauplätze zu zeigen. "Ein Objekt, das keine Geschichte erzählen kann, bleibt ein Objekt", sagt Suter.
Gewisse Fundstücke würden trotzdem gehandelt, weil eine Sammlerszene letztlich die Nachfrage generiere. Beliebt seien vor allem Münzen und Pfeilspitzen. Über die Motive und Größe dieser Szene möchte Suter keine Auskunft geben, da er deren Aktivitäten nicht gutheiße.
Autor: sda



