Moränenweg

In Lenzkirch auf neuem Pfad unterwegs

Ute Aschendorf

Von Ute Aschendorf

Fr, 23. Oktober 2015 um 17:27 Uhr

Lenzkirch

Alle anderen können mit dem Auto ins Urseetal fahren, an der Raitenbucher Straße parken und sich von dort zur Abzweigung Möslehof begeben, wo alle gegen 11 Uhr erwartet werden.

Bereits vor 75 Jahren wurde der Ursee mit seinem Hochmoor unter Naturschutz gestellt. Das rund 30 Hektar große Schutzgebiet ist ein Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Beheimatet ist hier neben der geschützten Kreuzotter auch der Natternwurz-Perlmutterfalter, der landesweit nur in den Moorgebieten des Südschwarzwaldes vorkommt und dessen Raupen sich vom Schlangenknöterich ernähren.

Wegen der naturschutzrechtlichen Bestimmungen musste für den nur etwa 250 Meter langen Pfad, davon führen aber 150 Meter durch das Naturschutzgebiet, ein Antragsverfahren beim Regierungspräsidium eingeleitet werden. Die Antragstellung fand im Rahmen des Kulturlandschaftsprojektes statt, durch das auch der Raitenbucher Hirtenpfad entstand. Federführend daran beteiligt war Projektmanagerin Susanne Knospe.

An die Genehmigung des neuen Pfades wurden einige Bedingungen geknüpft. Der bestehende Trampelpfad durfte nicht verbreitert oder ausgebaut werden. Zur Überquerung der zwei schmalen Bachläufe des Urseebachs darf nur jeweils ein großer Trittstein dienen. Zudem dürfen keine Bänke am Moränenweg aufgestellt werden. Größten Wert legt die Naturschutzbehörde darauf, dass die Wanderer nicht vom Pfad abweichen und so dem Biotop schaden.

Der idyllische Pfad führt nicht weit entfernt vom Urseeblick auf dem großen Urseerundweg zur Abzweigung beim Mösleweg und dient den Wanderern als Zugangsweg zum Hirtenpfad und als Abkürzung des großen Urseerundweges. Damit gibt es zwei schöne Zugangswege zum Hirtenpfad. Und Wanderfreunde, die mit dem ÖPNV anreisen, haben von Lenzkirch aus einen schönen Zugang zum Hirtenpfad, betont Vorsitzende Doris Vogel. Die neuen Wegweiser wurden vom Schwarzwaldverein angebracht, der auch für die Pflege des Pfades zuständig ist. Doris Vogel weist auf die gute Zusammenarbeit mit der HTG hin, die den Moränenpfad bereits im neuen Flyer über den Hirtenpfad aufgenommen hat, sodass sich die Wanderer gut informiert auf den Weg machen können. Der alternative Zugang zum Hirtenpfad über den Urseerundweg bietet den Naturliebhabern einen einzigartigen Blick über den in der Eiszeit entstandenen See und die seltene Moorlandschaft.