Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

28. November 2013

Jugendlichen die Berufswahl erleichtern

Projekt "Komm auf Tour" ist zur Berufsorientierung und Lebensplanung in Offenburg zu Gast.

  1. „Komm auf Tour“: Das Projekt zur Erkundung der eigenen Talente hat interessierte Schüler aus dem ganzen Ortenaukreis nach Offenburg gelockt. Foto: Cornelia Weizenecker

  2. Eine Station des Erlebnisparcours: der Zeittunnel Foto: Cornelia Weizenecker

OFFENBURG (cwe). Das Projekt "Komm auf Tour" macht zum fünften Mal in Offenburg Halt. Dabei sollen Schüler der siebten und achten Klasse von Haupt-, Werkreal- und Förderschulen aus dem Ortenaukreis auf spielerische Art ihre Talente und Stärken entdecken. "Ihr werdet sehen, dass ihr viel mehr könnt, als ihr glaubt", begrüßte die Leiterin des Jugendamtes Ortenau, Martina Walter – in Vertretung des Schirmherrn, Landrat Frank Scherer – die erste Gruppe am Dienstagvormittag.

Mit Hilfe des Projektes soll die spätere Berufswahl der Jugendlichen erleichtert werden. Vier Förderschulen sowie 25 Haupt- und Werkrealschulen aus der Ortenau haben sich mit 900 Schülerinnen und Schülern angemeldet. 630 Jugendliche wurden für das Projekt "Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft", das seit Dienstag und noch bis heute Nachmittag in der Halle 2 auf dem Messegelände gastiert, ausgewählt. Die Initiative zur Berufsorientierung und Lebensplanung ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Landratsamtes und der Agentur für Arbeit. Die Kosten in Höhe von 40 000 Euro teilen sich je zur Hälfte die beiden regionalen Ämter.

Werbung


"Die meisten Schüler kennen ihre Schwächen sehr gut", betonte Simone Elsner von der Gesellschaft BBQ Berufliche Bildung. "In der Schule bekommen die Schüler meist nur das zu hören, was sie nicht können", sagte die Mahlberger Lehrerin Susanne Klebahn, die ihre Klasse begleitete. "Hier erfährt der Jugendliche eine positive Verstärkung", ergänzte Werner Noltenhans, Berufsberater der Agentur für Arbeit in Offenburg. Die Erfahrung zeige, was man gern tut, mache man auch gut.

Auf 500 Quadratmetern ist in der Messehalle ein Erlebnisparcours mit sechs Stationen aufgebaut. Vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth geht’s auf die Theaterbühne. Aufgaben sollen gelöst werden. Auf den Kleidern der Jugendlichen kleben bunte Sticker mit unterschiedlichen Symbolen, die für fünf verschiedene Talente stehen. Je nach Aufgabe gibt es Talentpunkte in den Kategorien Helfen, Geld und Zahlen, Tiere und Umwelt, Kreativität, Reden und Zuhören, handwerkliches Geschick, Sport sowie Ordnung und Organisation. 20 Minuten haben die Schülergruppen pro Station Zeit, um Talentpunkte zu sammeln. Danach kommt es darauf an, was sie mit den Punkten anfangen. An den sogenannten Stärkeschränken mit den Materialcollagen erfahren die Jugendlichen am Schluss, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen.

Aber nicht nur für die Jugendlichen sind die geschulten Fachleute vor Ort. Die begleitenden Lehrkräfte erhalten Anregungen, um die Themen des Projekts nachhaltig in der Schule zu vertiefen. Für die Eltern gab es am Mittwoch einen Informationsabend, damit sie ihre Kinder beim Prozess der Berufswahl und Lebensplanung unterstützen können.

Autor: cwe