Naturerlebnis als Dank für die Hilfe

Walter Batt

Von Walter Batt

Sa, 25. August 2018

Kappel-Grafenhausen

Arbeitskreis Historie lädt Übersetzerin einer 300 Jahre alten Urkunde auf den Taubergießen ein.

KAPPEL-GRAFENHAUSEN (bat). Die Gemeinde Kappel-Grafenhausen hat vor Kurzem eine 300 Jahre alte Urkunde erstanden, deren 18 Seiten in Kurrentschrift verfasst waren. Auf Betreiben des Arbeitskreises Historie wurde das Dokument in die heutige Schrift übertragen.

Es war gelungen, für diese schwierige und arbeitsintensive Arbeit Annelore Hey aus Lahr zu gewinnen. Sie befasst sich hobbymäßig mit alten Schriften und war der Stadt Lahr in diesem Gebiet bereits mehrfach ehrenamtlich behilflich, wie der Arbeitskreis in einer Pressemitteilung schreibt.

Die Urkunde ist datiert auf den August 1717 und beinhaltet eine Auflistung der Besitztümer der Pfarrkirche und des Bistums. Sie definiert die damit verbundenen Abgaben in Form vom Zehnten (eine etwa zehnprozentige Steuer) an die Obrigkeit. Interessant sind auch die Namen der Gewanne der damaligen Gemeinde Kappel am Rhein, die sich weitgehend bis heute gehalten haben. Bruno Jäger vom Arbeitskreis Historie und gleichzeitig Übersetzungshelfer lud als zusätzliches Dankeschön die Übersetzerin mit Familie zu einer Bootsfahrt auf dem Taubergießen ein. Dabei übernahm er als erfahrener Bootsführer und Taubergießenfachmann die Regie. Sowohl die Übersetzerfamilie als auch die Historienmitglieder waren beeindruckt vom Erlebnis der Landschaft.