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22. Januar 2013 20:21 Uhr

Wahlkampf

Kerstin Andreae strebt Direktmandat in Freiburg an

Überraschung in Freiburg: Die Grünenabgeordnete Kerstin Andreae strebt – anders als von vielen erwartet - ein Direktmandat bei der Bundestagswahl im Herbst an.

  1. Kerstin Andreae versucht es diesmal direkt. Foto: Thomas Kunz

Auf dem Neujahrempfang der Grünen in der Jackson Pollock Bar zeigte sich Andreae am Dienstagabend selbstbewusst. Vor etwa 200 Gästen aus der Wirtschaft, Politikern anderer Fraktionen und ihren Parteifreunden machte sie deutlich, welche Strategie sie für den Bundestagswahlkampf einschlagen wird.

"Ich werde bei der Bundestagswahl um das Freiburger Direktmandat kämpfen!" Kerstin Andreae auf Twitter
Demnach will Andreae das Direktmandat im Wahlkreis 281 (Freiburg und nordwestliches Umland) direkt gewinnen. Bei der Bundestagswahl 2009 hatte sie hier mit 21,8 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz hinter dem Sozialdemokraten Gernot Erler (33,0 Prozent) und dem CDU-Mann Daniel Sander (28,8 Prozent) gelegen.

In der Vergangenheit hatte die Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen bei Bundestagswahlen zwei Mal zum so genannten Stimmensplitting aufgerufen: Ihre Anhänger sollten folglich mit der Erststimme für den SPD-Kandidaten Gernot Erler stimmen und die Zweitstimme den Grünen geben. Nun sollen beide Kreuze bei den Grünen gemacht werden.

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Im September 2012 war Andreae von ihrer Partei erneut als Kandidatin für die Bundestagswahl nominiert worden. Damals konnte sie auf der Mitgliederversammlung 78,5 Prozent der Stimmen für sich gewinnen.

Derweil steht im Lager der Sozialdemokraten fest: Gernot Erler soll es für die SPD noch mal richten. Am vergangenen Samstag wurde der 68-Jährige mit 97 Prozent Zustimmung als Kandidat für das Bundestagsdirektmandat nominiert. Seine Rede hielt er im nagelneuen "Forum Merzhausen".

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Autor: ohu, mac