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26. August 2011
Die Meinung der Bürger ist gefragt
Ortsvorsteherin Christa Dietz will ihre Rücktrittsabsichten noch einmal überdenken / Bürgerversammlung kommt.
KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM. Die Ferienzeit hat allen Anschein nach etwas Ruhe in die zum Teil hitzig geführte Diskussion um die Empfehlung des Ortschaftsrats gebracht, das Gremium aufzulösen. Hinter den Kulissen gehen die Gespräche weiter, wie es weitergehen soll. Sicher ist, dass es Ende September/Anfang Oktober eine Bürgerversammlung gibt. Und Ortschaftsvorsteherin Christa Dietz will sich noch einmal überlegen, ob sie zum 1. Mai 2012 ihr Amt abgibt.
Sie habe den Wunsch, das Amt der Ortsvorsteherin aus familiären Gründen abzugeben, sagte Dietz gestern im Gespräch mit der Badischen Zeitung führte dafür familiäre Gründe an. Eine entsprechende Absichtserklärung habe sie auch abgegeben, erzählte sie weiter. "Ich würde das Amt aus den erwähnten familiären Gründen sehr gern abgeben. Ich möchte aber nicht davonlaufen, das ist nicht mein Stil. Angesichts der Turbulenzen im Dorf lasse ich die Entscheidung aber noch offen." Sie werde noch einmal in sich gehen und die Sache überdenken, meinte sie.Dass Christa Dietz ihre Rücktrittsabsichten nochmals überprüft, ist die Folge der Reaktionen auf die Empfehlung des Ortschaftsrats an den Gemeinderat, die Hauptsatzung zu ändern und die Ortschaftsverfassung sowie den Ortschaftsrat zur Kommunalwahl 2015 aufzuheben. Eine Initiative hat sich daraufhin gebildet und mehr als 400 Unterschriften gesammelt. Der Hauptkritikpunkt war, dass die Bürger in den Meinungsbildungsprozess nicht einbezogen worden sind.
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Das will der Ortschaftsrat nun nachholen. Ende September oder Anfang Oktober ist in Schmieheim eine Bürgerversammlung geplant. In der Versammlung sollen den Bürgern dann auch Alternativen vorgestellt werden, die eine Bürgerbeteiligung bei allen den Ortsteil betreffenden Entscheidungen auch ohne einen Ortschaftsrat garantieren. Christa Dietz hofft, dass in der Bürgerversammlung viele Bürger ihre Meinung kundtun, damit ein umfassendes Meinungsbild entsteht.
Sie hat, sagt die Ortsvorsteherin weiter, nach der Ortschaftsratssitzung und den anschließenden Turbulenzen und der einen oder anderen verbalen Entgleisung in einer ganzen Reihe von persönlichen Gesprächen festgestellt, dass sich die Diskussion in Schmieheim zunehmend versachlicht hat. "Ich haben den Eindruck, der Ortschaftsrat hat mit seiner Empfehlung einen Anstoß zum Nachdenken gegeben", stellt die Ortsvorsteherin fest. Sie ist deshalb zuversichtlich, dass nach dem Hochschlagen der Emotionen sich nun in der geplanten Bürgerversammlung ein Stimmungsbild ergibt. "Wichtig ist, miteinander zu reden."
Autor: Theo Weber


