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08. April 2010 09:02 Uhr

Folgt Roth auf Cambreling?

Der künftige Chefdirigent beim SWR steht offenbar fest

Der Nachfolger von Sylvain Cambreling beim SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg steht offenbar fest. Nach Informationen der Badischen Zeitung aus Pariser Agenturkreisen soll der Franzose François Xavier Roth künftig, also von der Spielzeit 2011/2012 an, Chefdirigent des renommierten Rundfunkklangkörpers sein.

  1. Zweimal dirigierte Roth bereits SWR-Konzerte in Freiburg Foto: PR

Beim SWR wollte man die Personalie nicht kommentieren. Die Verhandlungen seien im Endstadium, weshalb derzeit noch kein Name bestätigt oder dementiert werden könne.

Roth, Jahrgang 1971, gehört zu jenen Dirigenten einer mittleren Generation, deren Profil gut zum SWR-Sinfonieorchester passt. Als langjähriger Assistent von John Eliot Gardiner ist er wohlvertraut mit historisch informierter Aufführungspraxis, als ständiger Dirigent beim Pariser Ensemble Intercontemporain verfügt er über ein umfangreiches Repertoire in der für das SWR-Orchester so wichtigen musikalischen Gegenwart. 2003 gründete er das Orchester "Les siècles", einen Klangkörper, der Musik auf den jeweiligen Instrumenten ihrer Entstehungszeit interpretiert.

Überdies hat Roth, der 2000 den renommierten Donatella-Flick-Dirigierwettbewerb gewann, reiche Erfahrungen mit namhaften Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique, dem Finnischen Radioorchester, der Sinfonia Varsovia oder dem Ensemble Modern. Besonders enge Beziehungen unterhält er zum London Symphony Orchestra und zum Orchestre Philharmonique de Radio France. Zusammen mit diesem wird er vom 10. April an in der Pariser Opéra comique Ambroise Thomas’ Oper "Mignon" aufführen.

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Zweimal bereits dirigierte der Franzose SWR-Konzerte in Freiburg, beide stießen auf begeistertes Echo. Über den Abend im März 2009 schrieb BZ-Redakteur Johannes Adam: "Am Ende... stand keine Zugabe, sondern ein gesprochenes Schlusswort: die öffentliche Liebeserklärung des Dirigenten ans Orchester. Und das zu Recht, war man doch Zeuge einer außergewöhnlich fruchtbaren Zusammenarbeit geworden."

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Autor: Alexander Dick