Naturschätze im Breisgau

Das große Windröschen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. September 2018 um 17:52 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Das Große Windröschen mag sonnige Waldränder und Böschungen – vor allem am Kaiserstuhl.

Manche sausen durch die Luft, andere bahnen sich ihre Wege unter Wasser, wieder andere sprießen an Land – rund um Freiburg gibt es einige seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten. Experten aus der Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums verraten, wo diese Naturschätze vorkommen, welche Eigenarten sie haben und was wir für sie tun können. Heute: das Große Windröschen oder Wald-Windröschen (Anemone sylvestris).

Lebensraum: An sonnigen Waldrändern und Böschungen, in Hohlwegen und auf Magerrasen; benötigt warme lockere Kalkböden.

Aussehen: Gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist eine typische Anemone mit über die Grundblätter aufragenden weißen Blütenblättern und gelben Staubblättern, sieht aus wie ein großes Buschwindröschen.

Am besten zu sehen während der Blütezeit auf einer Mai-Wanderung im Kaiserstuhl.

Häufigkeit: Hauptvorkommen des Großen Windröschens in Baden-Württemberg liegen im Kaiserstuhl (daher auch der regionale Name "Kaiserstuhlanemone") und im Taubertal.

Die Art war schon immer selten und ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.
Gefährdung: Viele Standorte sind von Gebüsch und Wald überwachsen oder bei Flurbereinigungen und durch Wegebau zerstört worden.

Auch die Eutrophierung (Nährstoffeintrag) der Landschaft verändert die Standorte so, dass das Windröschen von anderen, wüchsigeren Arten verdrängt wird.

Was hilft: Erhaltung von mageren Böschungen und Waldrändern zum Beispiel durch Zurückdrängen von Gehölzen. Bewundern statt Pflücken des Großen Windröschens. Die schöne Art kann in manchen Gärtnereien als Zuchtform für den heimischen Garten günstig erworben werden.

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