Naturschätze im Breisgau

Der Steinkauz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. September 2018 um 17:48 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Der Steinkauz liebt Höhlen und ist sehr standorttreu.

Manche sausen durch die Luft, andere bahnen sich ihre Wege unter Wasser, wieder andere sprießen an Land – rund um Freiburg gibt es einige seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten. Experten aus der Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums verraten, wo diese Naturschätze vorkommen, welche Eigenarten sie haben und was wir für sie tun können. Heute: der Steinkauz (Athene noctua).

Lebensraum: Grünland mit niedriger, kurzer Vegetation, Ansitzmöglichkeiten wie Zaunpfähle sowie alte Bäume mit Höhlen zur Brut. In Baden-Württemberg vor allem in Streuobstwiesen und Weinbergen.

Aussehen: etwas kleiner als eine Amsel. Weißgeflecktes braunes Gefieder am Körper, weiße Kringel um die Augen und weiß gefiederte Beine.

Häufigkeit: In Deutschland gefährdet. Wo Lebensraum und Höhlenangebot (meist durch Nistkästen) ausreichend, noch häufig (zum Beispiel am Kaiserstuhl und Tuniberg, dort Betreuung durch ein eigenes Artenschutzprogramm)
Verhalten: sehr standorttreu. Während der Jungenaufzucht auch tagaktiv. Paare bleiben oft ein Leben lang zusammen. Jungtiere verlassen noch flugunfähig die Nisthöhle.

Nahrung: Frisst vor allem Insekten und Würmer sowie kleine Wirbeltiere. Jagd vor allem am Boden, kann zu Fuß sogar flüchtende Mäuse einholen.

Lebensdauer: Vier bis maximal 15 Jahre

Besonderheit: Im alten Griechenland als Vogel der Weisheit bekannt und Symbol der Göttin Athene (daher der wissenschaftliche Name!), in Deutschland dagegen als Verkünder des Todes. Flug ist nicht lautlos wie bei anderen Eulen.

Was hilft: Erhalt und Anlegen von extensiven Streuobstwiesen; Erhalt und Neuausbringung von mardersicheren Nisthilfen; Verzicht auf Mäusebekämpfung mit Gift in der Umgebung von Steinkauzvorkommen; Flugunfähige Jungtiere am Fundort belassen und nicht mitnehmen.

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