Naturschätze im Breisgau

Die Zwergfledermaus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. September 2018 um 17:57 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Die Zwergfledermaus ist gerade mal so groß wie eine Schachtel Streichhölzer.

Manche sausen durch die Luft, andere bahnen sich ihre Wege unter Wasser, wieder andere sprießen an Land – rund um Freiburg gibt es einige seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten. Experten aus der Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums stellen sie vor. Heute: die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus).
Lebensraum: Sehr anpassungsfähig, bis auf ausgeräumte, landwirtschaftlich genutzte Flächen fast überall anzutreffen. Nutzt eine Vielzahl an Quartiertypen: In der Natur oft Felsspalten, in Siedlungen hinter Fensterläden, unter Dachziegeln, hinter Haus- und Dachverkleidungen.
Aussehen: extrem klein. Braunes Fell mit schwarzer Haut, aber auch Tiere mit fast schwarzem Fell möglich
Häufigkeit: Eine der häufigsten Fledermausarten in Deutschland, dennoch gefährdet.
Verhalten: Aufzucht der Jungen in Gruppen (Wochenstuben). Paarung erfolgt im Herbst in von den Männchen besetzten Quartieren, in die Weibchen mit Rufen gelockt werden. Weibchen speichern die Spermien, die eigentliche Befruchtung findet erst im Frühjahr nach der Winterruhe statt.
Nahrung: Insekten, bevorzugt Mücken, die im Flug gefangen werden.
Lebensdauer: maximal 16 Jahre, im Schnitt deutlich weniger.
Besonderheit: Mit angelegten Flügeln so groß wie eine Streichholzschachtel und Gewicht eines Stücks Würfelzuckers. Soziallaute können von jungen Menschen gehört werden.
Was hilft: Bei Renovierungsarbeiten auf die Anwesenheit von Fledermäusen achten und ihre Quartiere erhalten; Bei Einfliegen in Wohnräume das Licht ausschalten und Fenster öffnen; Aufhängen von Fledermauskästen an geeigneten Stellen; Regentonnen abdecken.

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