Breisgau-Hochschwarzwald

Mängel bei Loks auf der Höllentalbahn festgestellt

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Fr, 25. November 2016 um 15:57 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Lokomotiven auf der Höllentalbahn haben ein Problem: Radscheiben können sich stark verschieben. Im schlimmsten Fall kann es zu Entgleisungen kommen. Die Bahn sagt, es bestehe keine Gefahr.

Die Lokomotiven der Höllentalbahn mussten diesen Sommer zu einer aufwendigen technischen Wartung. Grund ist, dass es bei der Baureihe 143 der E-Lokomotiven zu technischen Problemen kommen kann.

Wie der Spiegel berichtet, können sich die Radscheiben und Radsatzwellen bei den Lokomotiven, die überwiegend aus DDR-Produktion stammen, teilweise stark verschieben. Im Extremfall könnten die Räder aus dem Gleis springen, schreibt das Magazin. Im April 2015 entgleiste bei Limburg eine Lokomotive der Baureihe 143 nach einem Achsbruch.

Die Störungen sind schon seit Sommer bekannt

Auch auf der Höllentalbahn sind diese Lokomotiven im Einsatz, bestätigte die Bahn in Stuttgart auf Anfrage. Die aufgetretenen Störungen seien schon seit diesem Sommer bekannt gewesen. "Mit den unverzüglich ergriffenen Gegenmaßnahmen können Gefährdungen für die Betriebssicherheit ausgeschlossen werden", heißt es von der Pressestelle der Bahn.

Von Anfang August bis Ende Oktober 2016 seien einmalig alle elektrischen Antriebssteuerungen, die als Ursache der Radverdrehungen festgestellt wurden, außerplanmäßig kontrolliert, gewartet und bei Bedarf Bauteile getauscht worden. Als zusätzliche Vorsorgemaßnahme sei eine Weisung an alle Lokführer zur veränderten Bedienung der Antriebssteuerung gegangen sowie zur Kontrolle der Räder per Augenschein und akustischer Überprüfung.

Zur Vereinfachung dieser Kontrollen sollen die Laufwerke ab Dezember mit Diagnoseeinrichtungen ausgerüstet werden. Die Ausrüstung soll im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden, so die Bahn.

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