Übungsanlage für Feuerwehren könnte 2021 fertig sein

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Fr, 16. November 2018

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Kreistag stimmt dem Bau eines großen Trainingsgeländes im Gewerbepark Eschbach zu / Investitionen von rund 7,1 Millionen Euro.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD (swo). Die Feuerwehrübungsanlage im Gewerbepark Eschbach soll gebaut werden. Dem hat der Kreistag Breisgau-Hochschwarzwald in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Pläne für eine solche Anlage sind schon länger bekannt (die BZ berichtete). Auf 11 000 Quadratmetern soll eine Übungsanlage für Feuerwehrleute entstehen, wie es sie im Land noch nicht gibt. Hier können Brandbekämpfung, Zugunfälle oder Unfälle auf Baustellen unter realistischen Bedingungen geübt werden. Die Anlage soll von Wehren aus dem Kreis und Freiburg genutzt werden können. Gegen Gebühr können auch andere Feuerwehren auf der Anlage trainieren.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Bau der Anlage 5,2 Millionen Euro kostet. Hinzu kommen noch weitere 1,9 Millionen Euro für eine Atemschutzübungsanlage. Vom Land gibt es dafür Zuschüsse. Stuttgart zahlt 2,7 Millionen Euro für die Feuerwehrübungsanlage. Für die Atemschutzübungsanlage 130 000 Euro. Für viele Kreisräte ist das zu wenig, kritisierten sie in der Sitzung. Sie forderten die Kreisverwaltung zu Nachverhandlungen auf. Verhandelt wird auch noch mit Freiburg. Wie hoch die Beteiligung der Stadt ist, steht noch nicht fest. Davon ist mit abhängig, wie etwa die technische Ausstattung der Atemschutzanlage ausfällt.

Die Zeit für den Bau der Anlage drängt. Denn eine andere Übungsanlage im Gewerbepark muss bald geschlossen werden. Die Anlage für die Heißausbildung steht auf einem Grundstück des Gewebeparks, das bald neu verpachtet werden soll. Hier wird die Brandbekämpfung geübt. Die Heißausbildung soll künftig in der neuen Ausbildung stattfinden. Die alte Anlage darf noch bis zum zweiten Quartal 2021 genutzt werden. Bis dahin sollte das neue Trainingscamp also stehen. Die Fraktionen waren sich einig, dass der Bau eine gute Investition sei. Qualifikation und Motivation der Feuerwehrleute sollten mit moderner Ausrichtung und Ausbildung gestärkt werden.

Der Übungspark soll Feuerwehrleute auf alle Arten ihrer Einsätze vorbereiten. Auf dem Gelände sollen verschiedene Übungsbereiche verteilt sein. Dazu gehört ein großes Schulungshaus. Eine solche Anlage wäre ein Novum in Baden-Württemberg. Ähnliche Übungsgelände gibt es bei Landesfeuerwehrschulen. Aber das eine umfassende Anlage von einem Kreis gebaut wird und andere Kreise sie nutzen können, das gibt es so noch nicht. Baubeginn könnte Anfang 2020 sein. Die Kreisverwaltung geht derzeit von einer Bauzeit von 15 Monaten aus. Auf dem Gelände soll außerdem ein Lager für den Katastrophenschutz entstehen. Der Bau kostet wohl 1,6 Millionen Euro.