"Beispielhaftes Bauen"

Die Rathausgebäude in Weisweil und Vörstetten zeigen, was man aus alter Bausubstanz machen kann

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. September 2018

Kreis Emmendingen

BZ-SERIE "BEISPIELHAFTES BAUEN": Die Rathausgebäude in Weisweil und Vörstetten zeigen, was man aus alter Bausubstanz machen kann.

KREIS EMMENDINGEN. Der Neubau der Winzergenossenschaft Buchholz/Sexau, das Weisweiler Rathaus und das neue Waldkircher Freibad – diese Projekte gehören zu den 18 Preisträgern des Wettbewerbs "Beispielhaftes Bauen" der Architektenkammer Baden-Württemberg für die Jahre 2009 bis 2018. Insgesamt waren 74 Objekte eingereicht worden. Die Preisverleihung soll im November in Emmendingen stattfinden. Die BZ stellt die Preisträger und die Jurybegründung im Rahmen einer Serie in Kurzform vor.

Das Rathaus in Weisweil: Der Gemeinde Weisweil ist laut der Jury der Spagat zwischen Erhaltung des Alten und den Ansprüchen der Modernen an Technik wie Brandschutz sowie Barrierefreiheit vorbildlich gelungen.

Von dem Umbau und der Sanierung des Weisweiler Rathauses, die 2017 abgeschlossen wurde, profitierten nun nicht nur die Angestellten, sondern auch die Besucher, so das Preisgericht weiter. In Auftrag wurde das Projekt von der Gemeinde Weisweil gegeben und von der Architektengruppe Stephan Wussler, Christoph Wussler und Veronika Grimm aus Biberach (Baden) umgesetzt.

Es sei versucht worden, Wertvolles wie das alte Treppengeländer, die Decken und die handwerklich aufwändigen Klappläden zu erhalten und an die Anforderungen der Neuzeit anzupassen. Nach Aussagen der Jury sind diese Herausforderungen mit einem Feingefühl gelungen und dürfen zu Recht mit Stolz betrachtet werden. Die Jury lobt: "Beispielnahme empfohlen!"

Das Rathaus in Vörstetten: Das 2017 umgebaute und sanierte Rathaus hat angenehm selbstverständlich einen barrierefreien Zugang an der Rückseite. Das neue Treppenhaus ist geschickt in das Gebäude integriert, hält sich laut der Jury zurück "und überlässt so dem historischen Gebäude den Vortritt". Aufgefallen ist der Jury die hochwertige Gestaltung mit Eichenholz, Fliesen und satiniertem Glas im Innenbereich. Bauherr war die Gemeinde Vörstetten, die Gestaltung stammte vom Architektenbüro Walter Hess und Jürgen Volk aus Herbolzheim.