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dpa

Von dpa

Di, 17. Juli 2018

Sonstige Sportarten

2036 Spiele in Russland? — Toba wahrt EM-Chance — Arrest für Flitzerinnen — Werth sattelt um

OLYMPIA

2036 Spiele in Russland?

Russland schließt nach dem Ende der Fußball-WM Bewerbungen für weitere sportliche Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele im Jahr 2036 nicht aus. "Natürlich kann bis dahin noch viel passieren. Aber wir sollten die Möglichkeit für weitere sportliche Großevents im Auge behalten", sagte Stanislaw Posdnjakow, Präsident des Olympisches Komitee Russlands, am Montag in Moskau. In Frage kämen die WM-Städte St. Petersburg und Kasan. In den Millionenstädten gebe es bereits die Infrastruktur, Kasan habe zudem viel Erfahrung mit internationalen Sportereignissen.

GERÄTTURNEN

Toba wahrt EM-Chance

Andreas Toba hat nach seiner erneuten Verletzungspause die Chance auf einen Start bei der Turn-Europameisterschaft in Glasgow vom 9. bis zum 12. August gewahrt. Der Hannoveraner Olympia-Held, der sich im Trainingslager in Südkorea einen Meniskusschaden im linken Knie zugezogen hatte, stellte sich bei der ersten EM-Qualifikation der deutschen Turner in Kienbaum bis auf den Boden an allen Geräten vor. Er wurde von Cheftrainer Andreas Hirsch für das Sextett nominiert, aus dem am Samstag nach dem Länderkampf in Baiersbronn im Schwarzwald gegen Großbritannien, die Schweiz und Frankreich die fünfköpfige EM-Riege nominiert wird.

FUSSBALL

Arrest für Flitzerinnen

Ein Moskauer Gericht hat alle vier Flitzer vom Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zu 15 Tagen Arrest verurteilt. Zudem sei es ihnen verboten, in den nächsten drei Jahren Sportevents in Russland zu besuchen, urteilte das Gericht am Montag russischen Medien zufolge. Die Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot bestätigte am Montag auf Facebook die Urteilte. Die vier Aktivisten waren am Sonntag beim Finalspiel zwischen Frankreich und Kroatien auf das Fußballfeld gestürmt. Dabei trugen sie Polizeiuniformen. "Ich wollte aufzeigen, wie ungleich die Machtstrukturen angewendet werden", sagte eine der Verurteilten bei der Verhandlung der Agentur Interfax zufolge. Die kremlkritische Gruppe Pussy Riot hatte die Aktion für sich reklamiert und sie mit Forderungen nach mehr politischem Wettbewerb in Russland verbunden.

REITSPORT

Werth sattelt um

Beim CHIO in Aachen reitet Isabell Werth andere Pferde als geplant. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt wird im Nationenpreis nicht ihr Olympiapferd Weihegold satteln, sondern mit Emilio antreten. In den Dressurprüfungen des CHIO-Rahmenprogramms reitet Werth ihre Stute Bella Rose, mit der sie erst vor wenigen Wochen ihre ersten Starts nach mehr als dreijähriger Pause absolviert hatte. Der Dressur-Ausschuss "möchte das Turnier nutzen, um auch diese beiden Pferde" für die WM in den USA zu sichten, erklärte die Deutsche Reiterliche Vereinigung.