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08. Juli 2008
Bei 300 Einsätzen über 900 Stunden im Dienst
Lahrer Notfallbetreuungsgruppe blickte auf zehn Jahre zurück
LAHR (BZ). Die Lahrer Notfallbetreuungsgruppe feierte ihr zehnjähriges Bestehen in den Räumen der Bereitschaftspolizei. Aus diesem Anlass blickte Roland Deusch auf die bisherige Entwicklung der Gruppe zurück. Auch Robert Ibig, Teamleiter der Lahrer Notfallbetreuungsgruppe, erinnerte sich augenzwinkernd, dass er den Polizeipsychologen Martin Jakubeit zunächst "ein bisschen zur Mitarbeit überreden" musste; mittlerweile sei er aber zu seiner "rechten Hand geworden", von der er froh sei, sie zu haben.
In den vergangenen fünf Jahren sind auf der Basis der Arbeit der Lahrer Gruppe und zum Teil mit ihrer Hilfe weitere Notfallbetreuungsgruppen in Offenburg, Wolfach, Kehl und Oberkirch entstanden; auch die vereinheitlichte Ausbildung neuer Notfallbetreuer geht "auf ihr Konto".
Anschließend trug Martin Abler einige Zahlen aus den Einsatzstatistiken des Lahrer Notfallbetreuungsbereiches vor: So hatten die 23 Notfallbetreuer bei rund 300 Einsätzen etwa 900 Einsatzstunden geleistet, daneben wurden auch Fortbildungen, Besprechungen und Supervisionen besucht – und nicht zuletzt blieb seit 1998 kein Bereitschaftsdienst unbesetzt. Gleich der allererste Einsatz, der nur drei Tage nach der Gründung der Lahrer Notfallbetreuungsgruppe erforderlich war, hatte es in sich: Bei einer Hochzeitsfeier musste der Brautvater nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt werden und den diensthabenden Notfallbetreuer erwarteten gleich rund 80 aufgeregte Festgäste.
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In seiner Dankandacht lobte Diakon Michael Steil, Leiter der DRK-Notfallseelsorge Freiburg, vor allem die gelungene Vernetzung der Lahrer Notfallbetreuung mit anderen Notfallbetreuungs- und Seelsorgegruppen sowie der Bereitschaftspolizei. Die Polizei plane mittlerweile den Aufbau eines professionellen Betreuungsmanagementes, informierte Günter Kern, kommissarischer Leiter des Lahrer Polizeirevieres; hierfür sollten auch die Kontakte zur Notfallbetreuungsgruppe intensiviert werden. Das Klarinetten-Quintett des Musikvereines Friesenheim setzte während des Festprogrammes zahlreiche musikalische Glanzpunkte.
Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei in Sachen Aus- und Weiterbildung durfte Polizeidirektor Wilfried Schwab eine entsprechende, von Ibig und Jakubeit entworfene Urkunde in Empfang nehmen.
Ehrungen: Für ihre zehnjährige aktive Mitarbeit in der Lahrer Notfallbetreuungsgruppe wurden vier Gründungsmitglieder, nämlich Teamleiter Robert Ibig, der psychologische Leiter Martin Jakubeit sowie die Notfallbetreuer Kilian Speith und Willi Wagner mit entsprechenden Urkunden des DRK-Kreisverbandes Lahr ausgezeichnet. Außerdem erhielt Jakubeit für zehnjährige "treue Mitarbeit" die entsprechende Auszeichnungsspange vom Lahrer DRK-Kreisgeschäftsführer Benjamin Boahene; Gerhard Schmieder, Geschäftsführer der Rettungsdienst Ortenau gGmbH, lud überdies das aus Ibig und Jakubeit bestehende Führungsteam zu einem Grillabend ein.
Autor: bz
