Klinikapotheke: SPD will Resolution

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 03. Juli 2017

Lahr

Gemeinderatsfraktion befürchtet große Nachteile bei einer Schließung.

LAHR (BZ). Die Lahrer SPD-Gemeinderatsfraktion befürchtet Schaden für den Standort des Lahrer Klinikums, eine Einschränkung des Entwicklungspotenzials und eine Qualitätsminderung der Patientenversorgung, sollte die Krankenhausapotheke aufgegeben werden. Das hat Fraktionsvorsitzender Roland Hirsch am Sonntag per Pressemeldung mitgeteilt.

Zentralversorgungshäuser könnten nur mit einer eigenen Apotheke vollwertig funktionieren, heißt es weiter. Die SPD will deshalb eine Resolution des Gemeinderats initiieren. Eine Schließung der Apotheke, so Hirsch, wäre eine Fehlentscheidung, der man zuvorkommen müsse.

Die SPD bezweifelt, dass eine Zusammenlegung der beiden Krankenhausapotheken zu Kostenersparnissen führen würde. Durch versteckte Kosten, mehr Personalbelastung und durch einen erhöhten Transportaufwand könnte es vielmehr eher zu Kostensteigerungen kommen. Die Abläufe im Ortenau-Klinikum Lahr-Ettenheim würden gestört, die therapeutischen Maßnahmen aufwendiger, kosten- und personalintensiver.

Leidtragende wären in erster Linie die Patienten, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, heißt es in der Pressemeldung der SPD. Da man gegenwärtig händeringend Pflegepersonal suche, dürfe die Attraktivität des Arbeitsplatzes am Standort Lahr-Ettenheim nicht gemindert werden.