OB wirbt für die trinationale Metropolregion

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Sa, 17. Mai 2014

Lahr

Wolfgang G. Müller will bei der kommunalen Außenpolitik im Dreiländereck den Blick für die Einbindung in größere Einheiten schärfen / SPD ehrt Mitglieder.

LAHR. Im Rahmen der Hauptversammlung am Mittwoch in der "Dammenmühle" hat der 150 Mitglieder zählende SPD-Ortsverein auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller befasste sich in der Versammlung mit kommunaler Außenpolitik, Fraktionsvorsitzender Roland Hirsch ging auf Schwerpunkte der Gemeinderatsarbeit ein.

Schriftführerin Monika Weismann verwies auf die Jubiläen der Partei, nämlich 150 Jahre SPD, 135 Jahre SPD-Ortsverein Lahr, 100 Jahre Willy Brandt und die entsprechenden Feierlichkeiten vor Ort. Mit Genugtuung habe man erlebt, dass Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller seine dritte Amtszeit gesichert habe. Weismann erinnerte an die Wahl von Mark Rinderspacher zum neuen Vorsitzenden, nachdem Monika Schmidt nicht mehr kandidiert habe. Außerdem blickte sie auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen zurück. Mit Blick auf die Finanzen des SPD-Ortsvereins sagte Kassiererin Uta Dreyer: "Mit dieser Kassenlage, trotz Ausgaben für die Feierlichkeiten, können wir locker den Kommunalwahlkampf 2014 bestreiten."

Fraktionsvorsitzender Roland Hirsch verwies auf jene Punkte, bei denen die SPD im Gemeinderat punkten konnte. Hirsch und zählte auch auf, in welchen der kommunalen Themen die SPD punktete. Dazu zählte er die Kindertagesstätte im Mauerfeld, das Streifenhaus, Sportanlagen, Stegmattensee, Bevölkerungsbefragung – die Landesgartenschau sei dominantes Thema gewesen. "Jetzt müssen wir die Hosen flattern lassen, dass es auch klappt. Denn mit der Landesgartenschau ist uns der große Wurf für die Zukunft gelungen", betonte Hirsch.

"Wir sehen uns eingebunden in eine große politische Bewegung und nicht nur in die Stadtpolitik", stieg OB Müller in sein Referat über die "Die Zukunft Lahrs als Teil der trinationalen Metropolregion am Oberrhein" ein. Der Rathauschef sprach von kommunaler Außenpolitik, die in der Pflege von Städtepartnerschaften verfolgt werde. Wo liege denn Lahr? "Wir definieren uns über das Dreiländereck, die trinationale Ecke am Oberrhein ist unser Verortungselement", so Müller. Er blickte in die Entstehungsgeschichte des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau ebenso wie in die Anfänge des Zweckverbands Vis-à-Vis und machte klar, welche Handwerkszeuge diese beide Einrichtungen für die Umsetzung von Projekten beiderseits des Rheins habe, Müller verteidigte die Ausdehnung des Eurodistrikts von Straßburg nach Süden, trotz des geplanten Ausstiegs von Obernai aus dem Zweckverband Vis-à-Vis. "Wir müssen visionär sein, avantgardistisch und grenzüberschreitend zusammenarbeiten", meinte Müller, der politische Radius dürfe nicht nur auf die Ortenau, Straßburg, die südliche Ortenau begrenzt werden, sondern müsse auf die trinationale Region ausgedehnt werden. "Wir haben nämlich ein veritables Interesse, das man pflegen muss", sagte Müller und sprach von Patenschaften, die die Stadt Lahr im Rahmen des 850 000 Euro-Haushaltes des Eurodistrikts übernehme, um Projekte wie die geplante Personenfähre bei Ottenheim/Gerstheim und die GIS-Karte (Geo-Informations-System) des Eurodistrikts voranzubringen.

Zum Auftakt der Hauptversammlung hatte der Vorsitzende Mark Rinderspacher mehrere Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit geehrt. Rinderspacher begab sich auf eine Zeitreise und blickte in die Jahre 1989, 1974 und 1964 zurück und nannte Meilensteine in Sport, Kultur, Wirtschaft, Innen- und Außenpolitik und verwies auf führende SPD-Politiker wie Willy Brandt und Helmut Schmidt.

Ehrungen: 50 Jahre: Hansjörg Rinderspacher; 40 Jahre: Brigitte Höhne, Traude Reichelt, Fred Lukas, Robert Stimpel und Lorenz Weber; 25 Jahre: Brunhilde Jörger, Hermann Kleinschmidt, Jürgen Kudlacek, Georg Thumm und Albert Zehnle.

Kontakt: Vorsitzender Mark Rinderspacher, Tel. 07821/51825, E-Mail: vorstand@spd-lahr.de

Weitere Informationen unter http://www.spd-lahr.de