Land zahlt für die Albtalstraße

Michael Krug

Von Michael Krug

Fr, 26. Januar 2018

Südwest

Kostenübernahme für Sanierung.

LANDKREIS WALDSHUT (mkg). Die Kosten für die Sicherung absturzgefährdeter Felsen entlang der Landesstraße 154 im Kreis Waldshut übernimmt das Land Baden-Württemberg. Das gab das Regierungspräsidium Freiburg am Donnerstag bekannt. Die Verbindungsstraße zwischen Albbruck am Hochrhein und St. Blasien ist seit Mai 2015 nach einem Felsabgang teilweise komplett gesperrt. Ein drei Kubikmeter großer Fels war aus einer Höhe von 23 Metern auf die Straße gestürzt. Nach dem Felssturz zeigten Untersuchungen, dass eine Vielzahl weiterer Felsen entlang der Albtalstrecke zum Teil stark absturzgefährdet ist. Daraufhin sperrte das Land die malerische Straße, die entlang der Alb nach St. Blasien führt.

Proteste der von der Sperrung betroffenen Gemeinden Albbruck, Görwihl, Dachsberg und St. Blasien führten dazu, dass sich Verkehrsminister Hermann im Sommer 2017 vor Ort ein Bild machte. Zudem erhielt die Landesregierung rund 11 000 Unterschriften, die eine Wiedereröffnung der Strecke forderten. Wie viel die Hangsicherung entlang der rund vier Kilometer langen Strecke kosten wird, ist derzeit völlig ungewiss. Ein erstes Gutachten sprach von rund drei Millionen Euro. Mit ersten planerischen Arbeiten soll noch in der Vegetationspause bis Ende März begonnen werden. Ein zeitlicher Horizont wurde am Donnerstag allerdings nicht genannt. Ein Ministerialdirektor sagte, in einem Jahr sei dies "sicher nicht zu schaffen".