"Eine Riesenunterstützung"

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Fr, 13. Oktober 2017

Laufenburg

Ungeteiltes Lob für Laufenburgs Schulsozialarbeiterin Laura Hauber / Mobbing geht etwas zurück.

LAUFENBURG. Die Mandatsträger klopften anerkennend auf den Tisch, Schulleiterin Janine Regel-Zachmann erklärte: "Sie ist uns eine Riesenunterstützung." Laura Hauber (früher Pohl), die erste Schulsozialarbeiterin von Laufenburg, bekommt für ihr Engagement an der Hans-Thoma- und der Hebelschule beste Noten. Und mit der Aufstockung des Deputats von 80 auf 100 Prozent kann die 25-Jährige noch mehr in den Klassen präsent sein und "präventiver arbeiten", wie sie in ihrem – nunmehr dritten – Jahresbericht vor dem Gemeinderat festhielt.

Dass gerade ein stärkerer präventiver Einsatz "an sensiblen Stellen … sehr gut gelungen" sei, konstatierte aus ihrer Erfahrung als Rektorin der Hans-Thoma-Schule auch Regel-Zachmann. Der ganz direkte Kontakt, den Hauber zu Schülern aufbauen könne, sei "unglaublich wertvoll". Die Freie Wählerin Gabriele Schäuble wollte nach Haubers Bericht wissen, ob denn schon "Veränderungen bei den Jugendlichen" festzustellen seien. Die Schulsozialarbeiterin bejahte dies für die Thematik des Mobbings: "Das ist etwas zurückgegangen."

Laura Hauber, die ihre Arbeit in Laufenburg am 1. Oktober 2014 aufgenommen hatte und nun seit knapp einem Jahr eine Vollzeitstelle bekleidet, informierte in der Ratssitzung über eine steigende Zahl von Klassenprojekten. Statt 19 im Jahr zuvor waren es nun schon 25, und mit denen wurden insgesamt 554 Schüler erreicht. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden. In elf Gruppenarbeiten (Vorjahr 14) waren 86 Schüler einbezogen. Neu eingeführt hat die Sozialarbeiterin an der Hans-Thoma-Schule eine "Kreativpause" als "niederschwelliges Angebot in der Mittagspause", das bis zu 16 Jungen und Mädchen nutzen. Verstärkt werden soll auch die Elternarbeit.

In der Hans-Thoma-Schule (Grund-, Werkreal- und Realschule mit 628 Schülern), die zwei Drittel von Haubers Pensum beansprucht, liegt der Schwerpunkt der Arbeit laut dem 17 DIN-A4-Seiten umfassenden Jahresbericht "in der Einzelfallhilfe und in der Beratung", in der Hebelschule (Grundschule mit 262 Schülern an den Standorten Rhina und Luttingen) "auf der präventiven Arbeit mit Schulklassen sowie dem Behandeln unterschiedlichster Themen in Kleingruppen". Die – immer freiwillige und vertrauliche – Einzelfallhilfe nutzten im vergangenen Jahr 77 Schüler (Vorjahr 92) für eine bis drei und 49 (58) für mehr als drei (bis zu 23) Beratungen. In 74 (37) Fällen wurden die Eltern einbezogen.

Zusammen mit den Kolleginnen in Murg und in Bad Säckingen hat Hauber eine Reihe von fünf Vorträgen an fünf Orten (etwa auch zum Thema Mobbing) organisiert. Diese Vortragsreihe soll im jährlichen Rhythmus fortgeführt werden.

Grundsätzliche Ziele der Schulsozialarbeit sind unter anderem: besseres soziales Klima in Gruppen, Klassen und in der Schule;

Förderung der sozialen Kompetenzen sowie Stärkung des Selbstwertgefühls der Schüler; Befähigung zur konstruktiven Konfliktlösung und zur gewaltfreien Kommunikation (konkret etwa in dem Projekt Giraffentraum); Beratung und Vermittlung in Problemsituationen in den Schulen insgesamt; psychosoziale

Entlastung der Lehrer; Beratung und Unterstützung der Eltern bei Problem und in
Krisensituationen, Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern.