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08. Januar 2013

In "Atmosphäre der Vertrautheit"

Angetan von vielen neuen Eindrücken und einer überwältigenden Gastfreundschaft kehrten zwölf Laufenburger aus Le Croisic heim.

  1. Freundschaftlich begegneten sich Franzosen und Deutsche in Le Croisic: Ob nun beim Umtrunk im Gasthaus ... Foto: Marita Höckendorff

  2. ... oder beim Empfang im Rathaus mit Ulrich Krieger, Nadia Amann, Bürgermeisterin Michèle Quellard und Torsten Amann (von links nach rechts). Foto: Marita Höckendorff

LAUFENBURG. Um viele Eindrücke und Informationen reicher und angetan von der Gastfreundschaft, die ihr in der französischen Partnerstadt entgegengebracht wurde, ist die zwölfköpfige Delegation aus Laufenburg am Sonntagabend von ihrer dreitägigen Reise nach Le Croisic heimgekehrt. Bürgermeister Ulrich Krieger und der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Freundeskreises, Torsten Amann, zogen am Montag eine positive Bilanz des Auftakt zum 40. Jubiläumsjahr der Partnerschaft.

Am Freitagmittag war die Männer und Frauen von Gemeinderat, Verwaltung und Freundeskreis von Basel nach Nantes geflogen, wo die Gastgeber sie abholten und dann in die 85 Kilometer entfernte Hafenstadt brachten. Am Samstag besichtigte man die für ihre Stadtmauer und gut erhaltene Altstadt bekannte Gemeinde Guérande, das Salzmuseum und die Salzfelder, denn die Gewinnung von Fleur de Sel ist in der Region ein wichtiger Wirtschaftszweig. Am abendlichen Neujahrsempfang dann nahmen 600 Personen teil, darunter Abgeordnete und mehrere Rathauschefs der Umgebung.

Krieger gewann den Eindruck, dass Amtskollegin Michèle Quellard der Besuch aus Laufenburg sehr am Herzen lag. Die für Kultur und Vereinsleben zuständige Stadträtin Danielle Charlot habe ihre Begrüßungsansprache auf Deutsch gehalten. "Viele Bürger von Le Croisic kamen auf uns zu und suchten das Gespräch", so Krieger und Amann: "Die Gastfreundschaft war überwältigend, und es herrschte von Anfang an eine Atmosphäre von Vertrautheit." Bei den Gesprächen stellte man fest, dass sich die Kommunen trotz der großen Unterschiede zwischen französischem Zentralismus und deutschem Föderalismus mit ähnlichen Fragen befassen müssen, etwa was Baugebiete und Wirtschaftsförderung betrifft oder die Frage, welche Dienstleistungen privatisiert oder in kommunaler Hand bleiben sollen. "Wir können da einiges voneinander lernen", so Krieger. In beiden Städten spielt der Fremdenverkehr eine wichtige Rolle. Während Laufenburg eher auf ganzjährigen Tagestourismus setzt, zählt die Stadt am Atlantik im Winter 5000, während der Badesaison hingegen 20 000 Einwohner. Le Croisic hat dafür ein Tourismusbüro gebaut und die einst private Fremdenverkehrsorganisation rekommunalisiert. Als zukunftsweisend erscheint die Strategie, in neue Technologien wie ein Wellenkraftwerk, Windparks und ein Zentrum für erneuerbare Energien zu investieren.

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Ein von Laufenburg herausgegebenes Faltblatt informiert zweisprachig über die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, und auch das Stadtmagazin von Le Croisic hat in seiner aktuellen Ausgabe dem Thema breiten Raum gewidmet. Dies sei wichtig, um die Partnerschaft zu einer Angelegenheit aller Bürger zu machen und die Kontakte zwischen Privatpersonen und Vereinen zu vertiefen, so Krieger und Amann.

Der offizielle Festakt zum Jubiläum der Jumelage findet Anfang Mai in Le Croisic und Anfang Oktober in Laufenburg statt. Schon im Januar werden Gäste aus der Bretagne zum Hochrheinnarrentreffen in die Waldstadt kommen.

Weitere Infos im Internet unter      http://www.laufenburg-lecroisic.de

Autor: Michael Gottstein