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12. September 2017

Bester Deutscher in dünner Luft am Berg

Benedikt Hoffmann läuft bei seinem ersten Jungfrau-Marathon in der Schweiz auf Rang sechs.

  1. Stark in den Schweizer Alpen: Benedikt Hoffmann Foto: marathon-4you.de

LEICHTATHLETIK. Einer seiner Saisonhöhepunkte führte Benedikt Hoffmann bis auf 2320 Meter hoch – und auf Rang sechs des Jungfrau-Marathons in der Schweiz. Der 32-jährige Lehrer an der Neustädter Hans-Thoma-Schule war bei der 25. Auflage des berühmten Bergmarathons bester Deutscher unter 3564 männlichen Finishern. Weil er die Strecke nicht kannte, ging der deutsche Berglauf-Vizemeister, der sich in einem zwölftägigen Trainingslager in St. Moritz vorbereitet hatte, das Rennen defensiv an. So erlebte er es:

"Die ersten flachen zehn Kilometer von Interlaken bis Wilderswil rollte ich mich in schlappen 35 Minuten in einer dreiköpfigen Gruppe ein. Ich befand mich auf Platz elf. Auf dem leichten Talanstieg nach Lauterbrunnen lief ich vorneweg und hielt das Tempo hoch. Gefürchtet ist die ’Wand’ von Lauterbrunnen nach Wengen. Ich fand gut rein in meinen Berglaufrhythmus. Aber ich wusste, es ist noch lang! Ich arbeitete mich auf Platz sechs vor und zog unter anderem am Sieger von 2015, Shaban Mustafa vorbei. Ab Kilometer 38 geht es steil bis Kilometer 41 die Moräne hinauf. Dort lief ich die drittschnellste Zeit, nur der Sieger Cardona und der Zweite Robbie Simpson waren schneller. In diesem Abschnitt konnte ich beweisen, dass ich gut im steilen, technischen Gelände zurechtkomme, und die Power war auch noch halbwegs da."

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Mit der Zeit von 3:07:11,2 Stunden für die 42,195 Kilometer mit 1829 Höhenmetern schaffte Hoffmann sein Ziel "unter 3:10". Sein Rückstand auf den kolumbianischen Sieger betrug 10:50,5 Minuten. Hoffmanns Fazit: "geiles Rennen, geile Stimmung, trotz miesen Wetters". Nächstes Jahr traut er sich noch mehr zu.

Autor: Annemarie Zwick