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09. Oktober 2017

Jubiläum bei Schwarzwaldwetter

Der Himmel wartet zur 50. Auflage des Bräunlinger Marathons mit erfrischender Kühle, ein bisschen Regen, Wind und Sonne auf.

  1. Daumen hoch: Rund sieben Kilometer nach dem Start des Schwarzwald-Marathons ist die Stimmung unter den Läufern noch ausgelassen. Foto: Dieter Reinhardt

  2. Handschuhe ja, aber schulterfrei: Der Hochschwarzwälder Rainer Sprich (Nummer 409) lief bei fünf Plusgraden auf den sechsten Platz. Foto: Dieter Reinhardt

  3. Herrchen und Frauchen hatten auf 21 Kilometern tierische Begleitung. Foto: Dieter Reinhardt

  4. Marathon-Siegerin: Stefanie Doll Foto: Dieter Reinhardt

  5. Marathon-Sieger: Jens Ziganke Foto: Dieter Reinhardt

LEICHTATHLETIK. "Richtig stolz auf diese Veranstaltung" zeigte sich Frank Kliche am Sonntag bei seiner ersten Bilanz des Bräunlinger Jubiläums-Marathons. Alles habe "super geklappt". Auch von Läufern wie dem Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei und Landrat Sven Hinterseh habe er lobende Worte gehört, erzählte der Vorsitzende des Ausrichtervereins LSG Schwarzwald-Marathon strahlend. Dem knapp 600 Helfer starken Team hatte er schon am Morgen vor dem Rennen "einen riesen Dank" ausgesprochen.

Starter "aus 45 Nationen" nannte Kliche "sensationell". Und er freute sich, dass trotz der nicht gerade prickelnden Wetteraussichten am Wettkampftag noch etliche Läufer für den Marathon nachgemeldet hatten. Die äußeren Bedingungen präsentierten sich dann tatsächlich besser als befürchtet. Am Morgen hatte es geregnet, doch beim Start auf nassem Asphalt blieb es von oben trocken. Unterwegs gab’s zwar mal einen kurzen Sprühregen, doch auch die Sonne zeigte sich.

Alle Wege waren nass, teilweise auch matschig. Den kühlen Temperaturen stellten sich die Läufer und Läuferinnen individuell in unterschiedlichster Montur: oben und unten kurz, beides lang, gemischt, mit oder ohne Jacke, Mütze, Handschuhe.

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Stefanie Doll konnte bei ihrem dritten Marathonsieg – alle in Bräunlingen – den Herbstwald genießen, wie die Hinterzartenerin im Ziel entspannt erzählte. Nach vorsichtigem Beginn wegen Wadenproblemen im Vorfeld nach hartem Training hatte sie das Tempo auf den letzten zehn Kilometern merklich verschärft, um noch eine gute Zeit zu schaffen. Vater Charly Doll, der seine Tochter alle vier Kilometer verpflegte, musste in dieser Phase zusehen, dass er noch mitkam, denn "die letzten zehn Kilometer hatte ich ein plattes Vorderrad". Riegel und Apfelschorle "mit etwas Salz" reichte er Stefanie, von Kilometer 33 an dann nur noch ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk.

Bester Schwarzwälder im Feld der 417 Männer, die beim Marathon ins Ziel kamen, war einmal mehr Rainer Sprich. Der für den Lauftreff Pfohren startende Titiseer aus Eisenbach wurde in der Zeit von 2:48:53 Stunden Sechster und war zufrieden, auch wenn er diesmal das Siegerpodest deutlich verpasst hatte. Er habe in dieser Saison wenig trainiert, "dafür bin ich gut weggekommen", befand Sprich. Das Rennen mit wesentlich stärkerer Konkurrenz als in den Vorjahren habe er sich mit einer deutlich schnelleren zweiten Hälfte "perfekt eingeteilt". In seiner Altersklasse M 45 kam der Hochschwarzwälder hinter einem Österreicher auf Rang zwei. Obwohl er sich nur drei Wochen lang mit speziellem Marathon-Training auf Bräunlingen vorbereitet hatte, will der erfahrene Läufer wie üblich in drei Wochen noch den Frankfurt-Marathon bestreiten, bei dem der Deutsche Meister ermittelt wird.

Arnt König (SC Bubenbach), der wegen Rückenbeschwerden nur reduziert hatte trainieren können, entschied sich kurzfristig für einen Halbmarathon-Start. "Stressfrei" lief er nach 1:28:36 Stunden als 36. der 705 männlichen Finisher ins Ziel. Das reichte bei den Männern 35 zum zweiten Platz hinter einem Iren.

Autor: Annemarie Zwick (Text) und Dieter Reinhardt (Fotos)