DEbatte um Beschneidung

Nie wieder dürfen Zeiten kommen, in denen das Gesetz sich dem Glauben beugt

Jürgen Glunz, Freiburg

Von Jürgen Glunz & Freiburg

Fr, 26. Oktober 2012

Leserbriefe

Zu: "Gesetz zu Beschneidung", Agenturbeitrag (Politik, 11. Oktober):

Wo bleibt hier das Recht auf Unversehrtheit, in Deutschland darf so etwas nicht durchgehen. Wenn in unseren Nachbarländern Verstümmelungen an Minderjährigen erlaubt bleiben, sollen diese fehlgeleiteten Eltern doch dort dem Zwang ihrer Glaubensgemeinschaften nachgeben. Nichts ist mir lieber als eine multikulturelle Bevölkerung, aber nie wieder dürfen Zeiten kommen, in denen das Gesetz sich dem Glauben beugt. Glauben ist etwas Persönliches. Das Gesetz dient allen!

Was heißt: nach Regeln der ärztlichen Kunst? Im Zweifel eine Betäubung – wer sollte zweifeln und sich trauen, es auszusprechen? Aufklärungspflicht – wussten sie denn bisher nicht, was sie tun? Das Kindeswohl wird durch die OP und danach nicht gefährdet? Muss man nicht bei jedem Eingriff dafür unterschreiben, dass man über die Gefahren aufgeklärt wurde?

Rückgängig machen lässt sich solch eine elterliche Fehlentscheidung auch nicht!