Leserbriefe

Horst Scheuble

Von Horst Scheuble (Waldkirch)

Mi, 20. Juni 2018

Waldkirch

LANDWIRT GEGEN POLIZEI
Verwundert über das Vorgehen
Zum Beitrag "Ein Landwirt gegen Polizei und Stadt", BZ vom 14. Juni.
Ich war Augenzeuge, als gegen den Landwirt bei der Entfernung des Baggers ein gigantisches Personalaufgebot (4 Mann vom ADAC für den Bagger, denke 3 Personen von der Verwaltung und 4 Polizisten mit 2 Streifenwagen) vor Ort war. Da der Landwirt, ein rechtschaffener Bürger, sich nicht mit dem Entfernen seines Baggers einverstanden erklärte, da er mit der Verwaltung nicht einig war über das Eigentum des Grundstücks, sollte er von der Polizei festgenommen werden. Nach meinem Eindruck wurde er unverhältnismäßig hart behandelt wie ein Schwerverbrecher (kenne ich sonst nur aus Berichten in den Medien von Polizeistaaten). Ich wundere mich, warum bei einem solchen Einsatz, wenn es um die Verwaltung geht, solch ein Vorgehen notwendig und möglich ist? Wenn ich als Bürger die Polizei um Hilfe ersuche, erhalte ich die Antwort, dass gerade kein Streifenwagen verfügbar ist. Die Politik/Stadtverwaltung muss sich nicht wundern, wenn der Bürger den Glauben an das Establishment verliert. Ich habe den Artikel (dank e-zeitung) in der Einsamkeit in den Cevennen-France in einer Schlucht, wo ich mich zurzeit aufhalte, gelesen. Habe hier einwandfreie W-LAN-Verbindung und Handyempfang. Für solche Aufgaben und vieles mehr sollte Politik und Verwaltung seine Energie verwenden.
Horst Scheuble, Waldkirch