Insektensterben

Groteske Alibi-Veranstaltung statt Nachhaltigkeit

Susanne Huber

Von Susanne Huber (Freiburg)

Mo, 25. Juni 2018

Leserbriefe Freiburg

Leserbrief zum Artikel "Stadt sät gegen Insektensterben" (BZ vom 14. Juni), in dem es um die Bemühungen der Stadtverwaltung ging, ums neue Rathaus im Stadtteil Stühlinger herum durch Maßnahmen für Artenvielfalt zu sorgen.

Da sät die Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik von den Grünen eine kleine Brache neben dem Rathaus im Stühlinger ein, um symbolisch etwas gegen das Insektensterben zu tun. Dabei könnte sie grüne Politik machen und sich für den Erhalt der letzten, wichtigen Grünflächen in der Stadt einsetzen. Wie zum Beispiel für die angrenzende Kleingartenanlage "Lehener Wanner".

Die Kleingärten sind Lebensraum für zahlreiche Insekten, auch Bienen, Vögel und andere Kleintiere. Es gibt dort auch den Lesegarten, der von der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde!

Diese Gärten einer Bebauung zu opfern, gleichzeitig aber über das Insektensterben zu jammern, ist unglaubwürdig und geradezu grotesk.

Da macht man lieber medienwirksame Alibi-Veranstaltungen, anstatt Konzepte umzusetzen, die günstigen Wohnraum ohne Flächenverbrauch schaffen. Viele gute Ideen sind dazu vorhanden, wir brauchen eine umweltfreundliche und nachhaltige Politik, damit Freiburg nicht zur Steinwüste wird.

Das wird letztendlich im Gemeinderat entschieden, und der wird nächstes Jahr neu gewählt. Susanne Huber, Freiburg