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26. Oktober 2009
Leserbriefe
MIETERBEIRÄTE
"Konsensfähigkeit und Diplomatie gefragt"
Zum Bericht "Weniger Beiräte für Mieter" (BZ vom 15. Oktober), in dem es darum ging, dass die Freiburger Stadtbau GmbH die Zahl ihrer Mieterbeiräte im Zuge der inzwischen laufenden Wahlen von 23 auf 12 reduziert.
Dieser Beitrag verwunderte mich als Mieterbeiratsvorsitzenden der Freiburger Stadtbau (FSB) beim Durchlesen sehr, enthält er doch Passagen, die man so nicht unkommentiert lassen kann. Für mich nicht nachvollziehbar ist die Empörung des Stadtrats und Aufsichtsratsmitglieds Herrn Guzzoni, hat er doch auf seine Anfrage hin am 8. Oktober 2009 ausführlich über die Gründe der Wahlbezirksneuordnung durch die FSB Kenntnis erhalten. Des Weiteren entsprechen die Ausführungen des Mieterbeirats Herrn Roth nicht den Tatsachen. Weder seine Anmerkung zur Stimmung im Mieterbeirat noch die von ihm getätigte Aussage, ich stünde "auf der Seite der FSB", sind korrekt. Es ist nicht das erste Mal, dass aus dem Umfeld des Vereins "Wohnen ist Menschenrecht" (WIM) Gerüchte verbreitet und Tatsachen falsch wiedergegeben werden sowie versucht wird, die bevorstehende Mieterbeiratswahl zu politisieren oder mich als den aktuellen Mieterbeiratsvorsitzenden zu diskreditieren.
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Die Neueinteilung der Wahlbezirke ist zudem ja nicht die erste ihrer Art. Dieses Mal wurden die Pläne den Mieterbeiratskolleginnen und -kollegen in der Januarsitzung ausführlich vorgestellt und von den Anwesenden mehrheitlich akzeptiert.
Zu dem Vorwurf, ich würde auf der Seite der FSB stehen, ist Folgendes zu sagen: Seit meiner Wahl verstehe ich dieses Ehrenamt als Mittler zwischen Mieter und Vermieter, wenn Probleme auftreten sollten (wie in Paragraf 1 der Geschäftsordnung des Mieterbeirats der FSB vorgesehen) und sehe die Aufgabe nicht als politisches Amt oder gar als Bühne zur persönlichen Profilierung. In meiner bisherigen Amtszeit war ich immer ein neutraler und unpolitischer Multiplikator, der sich stets für die an ihn herangetragenen Probleme einzelner Mieter oder Mietergruppen bei der Geschäftsleitung der FSB stark gemacht, auf Kommunikation gesetzt und zeitnahe Lösungen angestrebt hat. Um hierbei Erfolge zu erreichen, ist sicherlich Konsensfähigkeit und Diplomatie gefragt und nicht sturer Aktionismus und Agitation. Es ist schade, dass sich der Verein WIM, der als Bürgerinitiative WIM vor drei Jahren mit dem Bürgerentscheid so viel erreicht hat, sich durch einige "Dauerquerulanten" so langsam selbst ins Abseits manövriert.
Autor: Arno Schorer, Stühlinger
