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29. September 2016

Leserbriefe

VERGLEICH VON QUARTIEREN
"Systemfehler im Wärmekonzept"
Zu den Berichten "Fernwärme für 800 Haslacher Haushalte" und "Dietenbach komplett klimaneutral?", die sich beide mit Wärmekonzepten für Freiburger Quartiere beschäftigen (beide aus der BZ-Ausgabe vom 21. September).

Jedem politisch Verantwortlichen in dieser Stadt muss zu denken geben, wie es möglich ist, im Stadtteil Haslach im Bereich Uffhauser Straße, Belchen- und Feldbergstraße Fernwärme bereitzustellen mit einem Wärmepreis von einem Drittel im Vergleich zu denen im Gutleutmatten. Wie ist das möglich? Der erste wesentliche Unterschied liegt darin, dass in diesem Wohngebiet eine europaweite Ausschreibung stattfand und der Wärmepreis unter Wettbewerbsbedingungen zustande kam. In Gutleutmatten gab es keine Ausschreibung, sondern eine Direktvergabe an Badenova. Ein weiterer Unterschied ist: In Haslach wurden realistische technische Vorgaben gemacht und keine ökologischen Experimente auf Kosten der künftigen Mieter zum Wohle der Green City Freiburg. Hohe Wärmepreise führen zu einer höheren Miete und dies bei hervorragenden energieeffizienten Gebäudestandards. Ein Wärmepreis in Gutleutmatten, der Zwei Drittel höher liegt als in Haslach, ist nicht vermittelbar. Ein Systemfehler im Wärmekonzept von Gutleutmatten führt dazu, dass die künftigen Eigentümer und Mieter die Zeche bezahlen müssen.

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Der geplante Stadtteil Dietenbach soll klimaneutral erstellt werden. Ein hoher ökologischer Anspruch, jedoch bitte nicht auf Kosten der künftigen Bewohner. Politische Klimaschutzvorgaben, die nicht wirtschaftlich darstellbar sind, müssen gesamtstädtisch geschultert werden. Deshalb ist die Stadt Freiburg gefordert, im Gebiet Gutleutmatten einen finanziellen Ausgleich für die künftigen Bewohner zu schaffen. Manfred Börsig, Tiengen

Autor: Manfred Börsig, Tiengen